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19. Dez 2025

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Lifestyle

„Perfektion am Gast bleibt Maßstab“ – mit Tohru Nakamura, Koch des Jahres 2020

Journalist: Thomas Soltau

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Foto: Hoang Dang, Matthias Kick

Tohru Nakamura, Drei-Sterne-Koch im „Tohru in der Schreiberei“ München, über Hype, Kollegialität und die Rolle der Spitzenküche.

Tohru Nakamura_Credit©Hoang Dang Online.jpg

Tohru Nakamura, Koch des Jahres 2020

Was hat sich nach den drei Sternen verändert und wie ist die Erwartung der Gäste?

Der Andrang ist schon größer geworden, viel stärker als erwartet – obwohl wir zuvor schon auf diesem Niveau gekocht haben. Die Gäste fordern nicht mehr, aber wir selbst tun es: Perfektion am Gast bleibt Maßstab. Wir verzeichnen zudem einen Mitarbeitendenzulauf und werden international noch mehr gesehen. Zuletzt wurden wir in das internationale Netzwerk „Les Grandes Tables du Monde“ aufgenommen.

Wie ist das Verhältnis zu anderen Drei-Sterne-Köchen in Deutschland und international?

Es gibt weltweit ja nur 160 Köche auf diesem Niveau, in Deutschland zwölf – eine kleine, stets hilfsbereite Familie. Bei der Michelin-Gala hieß es „Welcome to the family“. Und das trifft es am Besten. Der Austausch unter Gleichgesinnten ist zwar selten, aber inhaltlich offen, freundlich und unterstützend.

Wie sieht die Zukunft der Spitzenküche in Deutschland aus?

Wir haben viel Potenzial und ich prophezeie noch mehr internationale Beachtung. Deutschland darf ruhig selbstbewusster auftreten. Wichtig ist, dass Gäste die Häuser auch besuchen, sonst übersteigt das Angebot die Nachfrage. Aber für mich steht fest: Spitzenküche gehört fest zu unserer Kultur und verdient Wertschätzung.

Die Gäste fordern nicht mehr, aber wir selbst tun es: Perfektion am Gast bleibt Maßstab.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.