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2. Sep 2022

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Gesellschaft

Recruiting mit Sinn

Journalist: Julia Butz

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Foto: Malte Helmhold/unsplash

„Work smarter, not harder“ – das Arbeitsideal der Zukunft sieht die Aufhebung der Anwesenheitspflicht vor, kürzere Arbeitszeiten und mehr Flexibilität. Gefördert von Digitalisierung und den Auswirkungen der Pandemie, sind die Arbeitswelten 4.0 in vielen Unternehmen bereits Alltag.

Durch Homeoffice- oder „Full Flex“-Modelle, bei denen Mitarbeiter für eine bestimmte Anzahl an Tagen, irgendwo auf der Welt arbeiten oder Sabbatical-Einheiten nutzen dürfen. Durch hybride Arbeitsmodelle, bei der das Büro als Co-Working-Space für den Austausch und zur Stärkung des Wir-Gefühls genutzt wird, das konzentrierte Arbeiten aber auch selbstbestimmt an einem Ort der Wahl stattfinden kann.

Die Einrichtung dieser Möglichkeiten ist eine Antwort, sich den heutigen Anforderungen eines wandelnden Arbeitsmarktes und härter werdenden Personalwettbewerbs zu stellen und in vielen Unternehmen bereits fester Bestandteil des Employer Brandings – dem Aufbau einer starken Arbeitgebermarke für eine nachhaltige Recruiting-Optimierung und Mitarbeiterbindung.

Denn die Art und Weise, wie ein Unternehmen im Markt wahrgenommen wird, ist für die Wahl des Arbeitsplatzes essentiell. Vor allem für die Generationen Y und Z, für die Einkommenshöhe und Status als Leitbild keine erstrebenswerten Ziele mehr sind. Im Gegensatz zu den kapitalistisch geprägten Einstellungen der Boomer- und X-Generation, hat die klassische Karriere bei den Jungen ausgedient. Ihr Antrieb liegt vielmehr in der Sinnhaftigkeit von Arbeit und in welcher Form sie sich aktiv als Problemlöser gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben einbringen können. Lt. Zukunftsinstitut sind nur Unternehmen, die die Antwort darauf in ihrer Unternehmenskultur verankert haben, in der Lage, ein attraktives Arbeitsumfeld für den Arbeitnehmer der Zukunft zu schaffen.

 

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!