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16. Mär 2022

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Gesundheit

Richtig regenerieren

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Cottonbro/pexels

Genauso wichtig wie Sport sind die Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten. Eine gute Mischung aus aktiver und passiver Entspannung ist dabei zielführend.

Sport hält länger jung, gesund und erhöht die Lebenserwartung. So beugt Bewegung vielen Krankheiten vor, reduziert den Abbau von Muskelmasse und stärkt die Körperkontrolle. Der Stoffwechsel kommt in Schwung und die Fettverbrennung wird angekurbelt. Eine Kombination aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit deckt viele Gesundheitsaspekte ab und erzielt die besten Trainingseffekte. 

Es gibt also keinen Grund, im Alter mit dem Sport aufzuhören. Beziehungsweise viele Gründe, auch noch als Best Ager damit anzufangen - auch trotz kleinerer Zipperlein, Gelenkbeschwerden, Herzprobleme oder Krankheiten wie Diabetes. So eignen sich viele Sportarten für die Generation 50Plus. Zu deren beliebtesten zählen Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, Wandern und Joggen. Aber auch Tanzen, Trampolinspringen, Rudern und moderates Krafttraining erfreuen sich großer Beliebtheit. Grundsätzlich sollte dem Sporttraining eine ärztliche Untersuchung vorangehen.

Ist man erst einmal dabei, ist kontinuierliches Training wichtig - mindestens drei Sporteinheiten pro Woche werden empfohlen. Doch genauso bedeutsam wie moderate Trainingseinheiten sind Pausen für die Regeneration. Während dieser Erholungsphasen werden verbrauchte Stoffwechselprodukte abtransportiert und Energiereserven aufgefüllt. Abgesehen davon stellt sich erst in der Regenerationsphase ein Trainingserfolg ein - sowohl in Punkto Ausdauer als auch Muskelwachstum. Wie lange diese Ruhephasen dauern sollten, lässt sich nicht pauschalisieren. Es hängt vom Alter, dem persönlichen Trainingszustand sowie der Intensität der Belastung ab, wie lange der Körper zur Erholung braucht. Die generellen Empfehlungen variieren zwischen 24 und 72 Stunden.

Für die Regeneration empfiehlt sich ein Mix aus aktiver und passiver Entspannung. Den Anfang der Regeneration macht bereits das Cool-down zum Abschluss der Trainingseinheit. Dieses kann leichtes Stretching beinhalten - intensivere Dehnung ist allerdings erst am Folgetag sinnvoll, beispielsweise in Form einer Yoga-Session. Direkt nach dem Training ist zudem auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr zu achten, beispielsweise mit magnesium- und natriumreichem Mineralwasser. Denn über den Schweiß verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Insbesondere die Elektrolyte Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium und Chlorid haben eine große Bedeutung für den Muskelstoffwechsel. Bei schweißtreibender sportlicher Belastung ist eine leistungsgerechte Elektrolytversorgung, beispielsweise mit elektrolytehaltigen Getränken, angeraten.

Auch der Ernährung kommt nach körperlicher Belastung eine bedeutsame Rolle zu. Komplexe Kohlenhydrate füllen die Energiespeicher wieder auf. Proteine, wie in Fleisch, Eiern oder Milchprodukten, sowie Omega-3-Fettsäuren fördern das Muskelwachstum.

Außerdem sollte auf ausreichend Schlaf geachtet werden zur Regeneration nach sportlicher Belastung. Darüber hinaus beschleunigen Entspannungsbäder die Regeneration der Muskeln, ebenso wie Massagen. Spaziergänge an der frischen Luft am Folgetag der Sporteinheit regen ebenfalls die Regeneration des Körpers an. Genauso wie entspanntes Radfahren oder leichtes Walking. Auf diese Weise wird zudem Muskelkater vorgebeugt.

 

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.