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23. Jun 2026

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Lifestyle

„Sanierung bedeutet heute vor allem Zukunftsfähigkeit“– mit Sandra Hunke, Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), Model, Autorin und Content Creatorin

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Getty Images/unsplash, Presse

Neben ihrer Arbeit als Content Creatorin und Autorin widmet sich Sandra Hunke aktuell ihrem größten und persönlichsten Projekt: der „Baumädchen Villa“. Dabei baut sie ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten nahezu in Eigenregie um. Das Projekt steht sinnbildlich für ihre Vision: Frauen im Handwerk sichtbar machen, Klischees aufbrechen und zeigen, was möglich ist, wenn Kompetenz, Leidenschaft und Teamgeist zusammenkommen.

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Sandra Hunke, Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), Model, Autorin und Content Creatorin

Frau Hunke, welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell im Bereich Sanierung und modernes Wohnen? Das Thema Sanierung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Früher ging es oft hauptsächlich um Optik oder einzelne Modernisierungen – heute stehen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und intelligente Technik viel stärker im Fokus. Menschen möchten langfristig investieren und gleichzeitig ihren Wohnkomfort verbessern. Besonders gefragt sind effiziente Heizsysteme wie Wärmepumpen, moderne Bäder und Lösungen, die Ressourcen sparen.

Welche Rolle spielt dabei das Handwerk? Eine sehr große. Die besten Technologien bringen wenig, wenn sie nicht fachgerecht geplant und umgesetzt werden. Gerade im SHK-Bereich sehen wir täglich, wie wichtig gute Beratung und saubere handwerkliche Arbeit sind. Viele Kundinnen und Kunden wünschen sich heute Komplettlösungen, die technisch sinnvoll, langlebig und gleichzeitig alltagstauglich sind.

Die Wärmepumpe ist aktuell ein großes Thema. Wie bewerten Sie diese Entwicklung? Die Wärmepumpe spielt eine zentrale Rolle, wenn es um zukunftsfähiges und energieeffizientes Wohnen geht. Viele Menschen beschäftigen sich intensiver mit nachhaltigen Heizlösungen und möchten unabhängiger von fossilen Energieträgern werden. Wichtig ist dabei aber immer eine individuelle Planung, denn nicht jede Immobilie hat die gleichen Voraussetzungen. Wenn die Technik richtig abgestimmt ist, kann eine Wärmepumpe langfristig sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig sein.

Wenn die Technik richtig abgestimmt ist, kann eine Wärmepumpe langfristig sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig sein.

Was macht ein Zuhause heute wirklich zukunftsfähig? Für mich sind das vor allem drei Punkte: Energieeffizienz, Flexibilität und Komfort. Gebäude müssen so geplant werden, dass sie sich auch an zukünftige Anforderungen anpassen können. Smarte Steuerungen, moderne Sanitärtechnik oder nachhaltige Heizlösungen spielen dabei eine große Rolle. Gleichzeitig darf Wohnen aber nicht kompliziert werden – Technik sollte den Alltag einfacher machen.

Welche Trends sehen Sie aktuell besonders im Badezimmerbereich? Das Badezimmer entwickelt sich immer mehr zu einem Wohlfühlraum. Hochwertige Materialien, klare Designs und intelligente Funktionen werden wichtiger. Gleichzeitig achten viele Menschen auf Hygiene, Wasserverbrauch und Komfort. Besonders spannend finde ich Lösungen, die sich flexibel erweitern lassen und dadurch langfristig nutzbar bleiben.

Nachhaltigkeit bedeutet heute aber nicht nur Energie sparen, sondern auch langlebige Produkte zu wählen und Ressourcen bewusst einzusetzen. Genau dort kann modernes Handwerk einen echten Unterschied machen.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für Bauherren und Eigentümer geworden? Extrem wichtig. Viele Menschen beschäftigen sich intensiver mit ihrem Energieverbrauch und den laufenden Kosten ihres Hauses. Nachhaltigkeit bedeutet heute aber nicht nur Energie sparen, sondern auch langlebige Produkte zu wählen und Ressourcen bewusst einzusetzen. Genau dort kann modernes Handwerk einen echten Unterschied machen.

Was motiviert Sie persönlich an Ihrer Arbeit? Ich finde es spannend zu sehen, wie aus Planung am Ende echte Lebensräume entstehen. Das Handwerk ist unglaublich vielseitig und man sieht direkt, was man geschaffen hat. Außerdem finde ich es wichtig zu zeigen, wie modern und innovativ unsere Branche heute ist.

Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die aktuell sanieren oder modernisieren möchten? Frühzeitig planen und sich gut beraten lassen. Viele Entscheidungen wirken sich langfristig auf Komfort, Energieverbrauch und Kosten aus. Deshalb lohnt es sich, nicht nur kurzfristig zu denken, sondern Lösungen zu wählen, die auch in einigen Jahren noch sinnvoll und effizient sind.

Buchtipp:

In „Ich zeig’ euch, wo der Hammer hängt“ erzählt Sandra Hunke von ihrem Weg als Frau im Handwerk. Trotz Vorurteilen, Ausgrenzung und vieler Zweifel blieb sie ihrer Leidenschaft treu und kämpfte sich erfolgreich durch. Mit persönlichen Erfahrungen macht sie auf die Herausforderungen für Frauen im Handwerk aufmerksam, ermutigt zu mehr Selbstvertrauen und setzt sich als „Das Baumädchen“ für echte Veränderung und mehr Vielfalt im Handwerk ein.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.