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20. Apr 2026

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Gesellschaft

So sichern Sie Ihre Kinder im Ernstfall ab

Journalist: Armin Fuhrer

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Foto: Xavier Mouton/Unsplash

Eltern mit minderjährigem Nachwuchs sollten für den möglichen Fall ihres Todes frühzeitig Vorkehrungen treffen, um das Erbe zu regeln.

Wenn ein Elternteil stirbt, sind viele Fragen zu klären – und dies gilt besonders, wenn ein minderjähriges Kind als Erbe auftritt. Während die Vormundschaft sich um die Person des Kindes kümmert, regelt der Testamentsvollstrecker die finanziellen Angelegenheiten. Gerade wenn ein größeres Vermögen oder eine Immobilie vorhanden ist, kann diese Instanz entscheidend sein. Denn oft sind Vormünder zwar erzieherisch geeignet, aber mit der Verwaltung von Kapital überfordert.

Der Testamentsvollstrecker erstellt ein Nachlassverzeichnis, verwahrt Wertgegenstände und sorgt dafür, dass das Vermögen nicht angegriffen wird, bis die Kinder alt genug sind, um verantwortungsvoll damit umzugehen. Er kann festlegen, dass Auszahlungen nur zu bestimmten Zwecken wie Ausbildung oder Studium erfolgen. Besonders wichtig: Er verhindert, dass die Kinder mit 18 Jahren schlagartig über eine oft noch nicht verdiente Erbschaft verfügen können.

Während das Erbe oft monatelang durch Nachlassverfahren blockiert ist, braucht es im Akutfall sofort Geld. Eine Risikolebensversicherung kann hier Abhilfe schaffen. Sie zahlt im Todesfall eine vorher festgelegte Summe aus – und das in der Regel innerhalb weniger Wochen. Entscheidend ist die richtige Bezugsberechtigung: Das Kind sollte direkt als Bezugsberechtigter eingetragen werden, vertreten durch den Vormund. So landet das Geld nicht erst auf einem sperrigen Nachlasskonto.

Die beste Vorsorge nützt nichts, wenn im Ernstfall niemand die Dokumente findet.

Nicht nur der Tod, sondern auch schwere Unfälle oder Krankheiten können Eltern aus dem Verkehr ziehen. Für diese Situationen sind eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsverfügung unerlässlich. Mit der Vorsorgevollmacht ermächtigt man eine Vertrauensperson, im Falle eigener Entscheidungsunfähigkeit alle rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Die Betreuungsverfügung legt fest, wer im Falle einer gerichtlich angeordneten Betreuung diese Aufgabe übernehmen soll. Beide Dokumente sollten auf die im Testament benannten Personen abgestimmt sein, um Kompetenzgerangel zu vermeiden. Wer über größere Vermögenswerte oder Immobilien verfügt, sollte über weitergehende Modelle nachdenken. Eine Möglichkeit ist die Schenkung zu Lebzeiten mit Wohnrecht. Dabei wird das Kind bereits früh Eigentümer, die Eltern behalten aber das Nutzungsrecht.

Für sehr große Vermögen bieten sich Treuhandlösungen oder Familienstiftungen an. Das Kapital bleibt dabei geschützt und wird nach festgelegten Regeln an die Kinder ausgezahlt – etwa zum Studium, zur Existenzgründung oder in Etappen zu bestimmten Lebensaltern. Die beste Vorsorge nützt allerdings nichts, wenn im Ernstfall niemand die Dokumente findet. Ein Notfallordner, der alle wichtigen Unterlagen bündelt, ist daher Pflicht. Dazu gehören: Testament, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Versicherungspolicen und eine Liste aller Konten und Verträge.

Die benannten Vormünder und Vertrauenspersonen sollten über die Existenz dieser Dokumente informiert werden. Alle fünf Jahre oder bei einschneidenden Lebensereignissen wie Geburt weiterer Kinder, Scheidung oder Hauskauf sollte die gesamte Vorsorge überprüft und aktualisiert werden. Vorsorge ist nämlich kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess.

Wenn ein Elternteil stirbt, sind viele Fragen zu klären – und dies gilt besonders, wenn ein minderjähriges Kind als Erbe auftritt.

Factbox:

Regelmäßige Überprüfungen der festgelegten Regelungen für den eigenen Todesfall sind wichtig, weil sich Lebensumstände ändern: Heirat, Scheidung, Geburt weiterer Kinder, neue Schulden oder ein Hauskauf. Dadurch können sich die benötigte Absicherungssumme oder die gewünschten Begünstigten ändern. Vorsorge sollte immer zur aktuellen Lebenssituation passen.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“