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13. Dez 2024

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Lifestyle

Spendierhosen anziehen!

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Sarah Brown/unsplash

Neben Geld- und Sachspenden können Best Ager bedürftigen Menschen auch ihre Zeit spenden. Seriöse Hilfsorganisationen organisieren eine sinnvolle Zuteilung.

Die Deutschen sind großzügige Spender. 3,8 Milliarden Euro wurden zwischen Januar und September dieses Jahres an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet. Bereits in den vergangenen zwei Jahren war die Spendenbereitschaft hierzulande hoch. Insbesondere Not- und Katastrophenhilfen verzeichnen laut Marktforschungsinstitut GfK einen Anstieg 295 % im Vergleich zu 2018. 

Gut eine halbe Million Organisationen sammeln in Deutschland Geld für wohltätige Zwecke oder konkrete Hilfsprojekte. Unterstützt werden können diese mit Geld-, Sach- oder auch Zeitspenden. Über Geldspenden freuen sich nicht nur die großen, teilweise weltweiten, Organisationen für humanitäre Hilfe wie Brot für die Welt, Misereor, Welthungerhilfe, Care, Oxfam, Ärzte ohne Grenzen, Rotes Kreuz, die deutsche Krebsstiftung und unzählige Kinderhilfsorganisationen. Auch Umwelt-, Natur- und Tierschutz-Organisationen wie der World Wide Fund For Nature (WWF), der Umweltverband BUND, Greenpeace, die Albert-Schweitzer-Stiftung oder der Deutsche Tierschutzbund benötigen Geldmittel für ihre vielen Projekte. Jede Spende kostet die Organisationen aber auch Geld. Sich auf einzelne Projekte zu konzentrieren ist daher sinnvoller, als seine Großzügigkeit auf viele Summen zu splitten. Kleinere lohnende Projekte finden sich beispielsweise über die Plattform betterplace.org. Geldspenden an gemeinnützige Organisationen lassen sich übrigens von der Steuer absetzen.

Auch Sachspenden können eine große Hilfswirkung entfalten. So nimmt beispielsweise die internationale Entwicklungsorganisation Oxfam per Post oder in lokalen Shops Kleidung, Bücher, Haushaltsartikel, Spielzeug und andere Sachspenden entgegen. Kleiderspenden, welche direkt an Hilfsbedürftige gehen sollen, können in lokalen Kleiderkammern karitativer Hilfsorganisationen abgegeben oder per Post an private Unternehmen oder Stiftungen für Kleiderspenden verschickt werden. Bei der Deutschen Kleiderstiftung kann man in die Pakete mit aussortierten Klamotten auch ausrangierte Smartphones und Tablets legen. Kleiderspenden in Altkleidercontainern werden in der Regel verkauft und kommen Bedürftigen damit nur indirekt zugute. Der Dachverband FairWertung listet über 100 gemeinnützige Mitglieder auf, die ihre Arbeit auch durch Kleidersammlungen finanzieren. Über die rund 900 lokalen Tafeln in Deutschland können Privatpersonen auch Essen an Bedürftige spenden.

Eine schöne Möglichkeit für Best Ager ist, ihre Zeit zu spenden. Mit unterschiedlichsten Projekten wie Paten-Modellen oder Nachbarschaftshilfe lassen sich Kinder, Demenzkranke, Alte oder Flüchtlinge unterstützen. Unter spendezeit.de und tausendtaten.de finden sich viele zeitlich begrenzte oder längerfristige Projekte. Mindestens drei Wochen Zeit braucht es für die Flüchtlingsorganisation Intereuropean Human Aid Association (IHA). 

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Warum die Zukunft pflanzlich isst – mit Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends

![Katrin Kasper_credit_Dennis Williamson Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Katrin_Kasper_credit_Dennis_Williamson_Online_358773f745.jpg) ``` Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends ``` Immer mehr Menschen essen weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Sie ernähren sich pflanzlicher – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie können. Sogar Discounter eröffnen heute eine vielfältige, genussvolle Welt an pflanzlichen Lebensmitteln. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Es geht nicht um Verzicht, sondern um eine Bereicherung: Neue Aromen, neue Texturen, neue Möglichkeiten – die pflanzliche Küche ist längst dort angekommen, wo Genuss, Gewissen und Gesundheit zusammenfinden. Das Bewusstsein dafür wächst, wie sehr uns diese Ernährungsform guttut. Viele spüren bereits nach kurzer Zeit, wie sich mehr Leichtigkeit, Energie und Wohlbefinden einstellen. Pflanzlich zu essen wird zu einer Form von Selbstfürsorge und Wertschätzung – für den eigenen Körper ebenso wie für die Natur, unsere Mitgeschöpfe und die Gesellschaft. Nur ein Beispiel: Die internationale Forschungsgruppe Zero Carbon Analytics rechnet vor, wie weniger Fleischkonsum unser Gesundheitssystem entlasten würde: In Deutschland könnten 1,9 Milliarden Euro für Medikamente und Behandlung eingespart werden – genug, um 36.500 Pflegekräfte zu beschäftigen. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um eine neue Idee von Luxus. Nicht stur am Gestern festhalten, sondern das Bessere entdecken. Eine pflanzenbetonte Ernährung öffnet Türen, statt sie zu schließen. Pflanzlicher zu essen bedeutet deshalb kein radikales Umdenken. Sondern die Einladung, Neues auszuprobieren – und direkt zu spüren, wie gut es tut. Mein Tipp: Essen Sie neugierig!