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31. Mär 2022

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Lifestyle

Städtereisen: Es gibt viel zu entdecken

Journalist: Chan Sidki-Lundius

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Foto: clay banks/unsplash

Der Trend, in Deutschland Urlaub zu machen, hält an. Viel zu bieten haben insbesondere die deutschen Städte.

Zuhause ist es doch am schönsten! Das denken sich viele Deutsche, wenn es um die Urlaubsplanung geht. Hoch im Kurs stehen Städtereisen, weil sie sich hervorragend dazu eignen, innerhalb kürzester Zeit viele neue Eindrücke zu gewinnen. Ereignisreiche Tage kann man natürlich in den großen Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Leipzig oder Stuttgart verbringen. Wer es gern historisch oder auch romantisch mag, wird sich in Bamberg, Freiburg, Dresden, Heidelberg, Freiburg oder Tübingen wohlfühlen. Wohin die Reise auch geht, Deutschlands Städte bieten vielfältige Angebote. Von interessanten kulturellen Sehenswürdigkeiten über eine facettenreiche Kulinarik und ein Nachtleben, das keine Wünsche offenlässt, bis zu Shopping-Erlebnissen findet sich für jeden Geschmack Passendes, ob im Rahmen eines Tagesausflugs, über ein verlängertes Wochenende oder als Kurztrip mit drei und mehr Übernachtungen.

Vor allem Liebhaber von Kunst und Kultur kommen in den deutschen Städten auf ihre Kosten. Eine der interessantesten Kunstausstellungen in diesem Jahr zeigt das Städel. Sie widmet sich noch bis zum 19. Juni Pierre-Auguste Renoir, dem herausragenden Maler des französischen Impressionismus. Das Städel in Frankfurt befasst sich in einer Sonderausstellung erstmals intensiv mit den Bezügen seiner Kunst zur Malerei des Rokoko. Zweiter Tipp: In einer Sonderausstellung wird an drei Standorten in Trier – dem Landesmuseum, dem Museum am Dom und dem Stadtmuseum Simeonstift – mit hochkarätigen Exponaten der Niedergang des Römischen Imperiums näher beleuchtet (25. Juni bis 27. November). Unbestritten eines der Highlights in 2022 ist die documenta fifteen, die 15. Ausgabe der wohl weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Kassel. Die künstlerische Leitung hat diesmal das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa. Es rückt vom 15. Juni bis 25. September die Werte und Ideen von lumbung, dem indonesischen Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in den Mittelpunkt.

Genussmenschen können eine Städtereise natürlich auch dazu nutzen, sich durch die lokalen Köstlichkeiten zu schlemmen. An der Maultasche kommt in Stuttgart (Baden-Württemberg) keiner vorbei. Oder wie wäre es mit Wurst, Brezeln und Bier zum Frühstück in München oder Grünkohl und Pinkel in Bremen? In Berlin sollte man unbedingt eine Currywurst probieren, in Frankfurt Grüne Soße, in Dresden den Stollen und in Hamburg Labskaus. Danach ist man gut gestärkt für einen Theaterbesuch. In Deutschland gibt es mehr als 800 Theaterspielstätten. Darunter sind einige Häuser, die man unbedingt besucht haben sollte, weil sie so beeindruckend sind. Dazu gehören das Parktheater in Göggingen (Augsburg), das Theater in Aachen, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Alte Oper in Frankfurt, das Hessische Staatstheater in Wiesbaden, das Nationaltheater in München und die Semperoper in Dresden.

Übrigens: Die nächste Europäische Kulturhauptstadt in Deutschland wird Chemnitz im Jahr 2025 sein. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich vorab ein Bild machen. Hier locken in den nächsten Monaten eine Aida-Premiere, eine Expressionismus-Schau und ein Sommer mit vielen Open-Air-Veranstaltungen!

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.