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27. Mär 2020

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Business

Start-ups im KI-Segment

Journalist: Helmut Peters

Welche Voraussetzungen sind für das Gründen im KI-Bereich gegeben? Darüber spricht Roland Becker, CEO der JUST ADD AI GmbH.

Warum zögern noch so viele Unternehmen und Institutionen, den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz zu vertrauen? 

Roland Becker (CEO): Den meisten Unternehmen ist noch nicht richtig klar, welche Möglichkeiten die moderne KI schon heute für ihr Geschäft bietet. Auch ist es für interessierte Unternehmen gar nicht so einfach, kompetente Ansprechpartner zu finden, die tatsächlich praktische Erfahrung mit der Umsetzung von KI-Projekten haben.


Roland Becker, CEO der JUST ADD AI GmbH, Foto: Presse

Welche Probleme gibt es für Auftraggeber, sich gegenüber jungen Start-ups der KI-Szene zu artikulieren, um am Ende auch das zu bekommen, was sie sich vorstellen?

Es ist Teil unserer Aufgabe, den Firmen zuzuhören und ihre Herausforderungen zu verstehen. JUST ADD AI ist zwar eine junge Firma, aber wir haben sehr erfahrene Mitarbeiter, die genau diese Kompetenz mitbringen. Der zweite wichtige Faktor ist das Arbeiten mit agilen Methoden. Oft stellt sich im Laufe eines agilen Projekts heraus, dass das, was der Kunde sich vorgestellt hat, nicht das ist, was er braucht.

Arbeitet die Wissenschaft in manchen Fällen auch an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei, ja will vielleicht mehr, als gewollt ist?

Die Wissenschaft soll und muss permanent neue Dinge ausprobieren und neue Wege gehen, auch wenn es sich aus wirtschaftlicher Sicht manchmal um Sackgassen handelt. Nur so können echte Innovationen entstehen.

Welche Rolle spielt der Standort Bremen für Ihr Unternehmen?

Bremen ist ein hervorragender Standort für KI-Start-ups. Das Bremer KI-Ökosystem gehört zu den stärksten in Deutschland und ist durch den offiziellen KI-Cluster BREMEN.AI sehr gut vernetzt. Außerdem gibt es jede Menge KI-Talent in Bremen, denn die Universität hat schon seit über 20 Jahren einen KI-Schwerpunkt, und Studenten aus der ganzen Welt kommen nach Bremen, um hier KI zu studieren.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.