Diesen Artikel teilen:

28. Apr 2026

|

Lifestyle

„Unsere beste Zeit ist jetzt“ – mit Petra van Bremen, Best-Ager-Model

Journalist: Kirsten Schwieger

|

Foto: Getty Images/unsplash

Best Ager-Model und Grey Hair-Influencerin Petra van Bremen über graue Haare, Ausstrahlung, Sichtbarkeit und die kleinen Momente großer Lebensfreude.

Photo-3 Online .jpg

Petra van Bremen, Best-Ager-Model

Welches Mindset haben Sie in puncto Älterwerden? Ein sehr positives – darüber habe ich auch ein Buch geschrieben. Für mich beginnt das im Kopf. Wenn du dein Alter akzeptierst, dann bist du vorne. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, sehe ich keine ältere Frau. Ich sehe Petra. Sich wohl in seiner eigenen Haut fühlen und das auch ausstrahlen: darum geht es. Die Zeit läuft nicht gegen uns, sie läuft mit uns und begleitet uns. Älterwerden ist ein Privileg.

Was bedeutet Well-Aging für Sie? Zur Ruhe kommen, gelassener werden. Es geht nicht darum, so viele Lebensjahre wie möglich anzuhäufen, sondern die Jahre mit Leben zu füllen. Den Begriff Anti-Aging mag ich deswegen auch gar nicht, da es nicht darum geht, das Altern zu stoppen. Viele betrachten mich als Role Model, da ich Frauen anscheinend sehr motivieren kann. Ich will ihnen die Angst nehmen, älter zu werden. Auch jungen Menschen will ich dies schon mitgeben. Es hört nicht auf mit 30.

Wie definieren Sie Schönheit? Schönheit ist für mich Ausstrahlung. Wenn jemand in den Raum kommt und an sich selbst glaubt, mit gerader Haltung und Strahlkraft. Egal, ob Kleidergröße 34 oder 44, Falten oder Markenkleidung. Jede Frau darf aussehen, wie sie will. Meine grauen Haare sind lang und mich interessiert nicht, was andere dazu sagen. Mir gefällt es und ich fühle mich wohl damit. Ich werde darauf angesprochen, das ist für mich Sichtbarkeit.

Die Zeit läuft nicht gegen uns, sie läuft mit uns und begleitet uns. Älterwerden ist ein Privileg.

Wie halten Sie sich fit und schön? Ich mache drei bis vier Mal in der Woche Kraft- und Ausdauertraining, trinke kaum Alkohol, habe nie geraucht. Und ich bin ein Fan von Vitaminen. Ich pflege mich mit reichhaltigen, feuchtigkeitsspendenden Produkten und gehe regelmäßig zur Kosmetikerin. Ich esse nicht mehr so viel wie früher, weil ich das Bedürfnis dazu nicht mehr habe. Dennoch bin ich offen für Genussmomente, beispielsweise in Form eines Snickers oder eines Glas Champagners.

Was tut Ihnen gut, woraus schöpfen Sie Energie? Ich lasse mich von anderen nicht verrückt machen und habe mich schon früh von Energievampiren verabschiedet. Energie schöpfe ich aus meiner Arbeit, aus meiner Partnerschaft. Oder wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe oder angesprochen werde von Frauen, die mich aus Social Media kennen. Die kleinen Momente des Glücks sind der Quell großer Lebensfreude.

Was möchten Sie anderen Frauen mitgeben? Einfach sie selbst zu sein, sich zu umarmen, das Alter zu umarmen und sich nicht mit anderen Frauen zu vergleichen. Ich sage immer: Sichtbarkeit kennt kein Verfallsdatum. Es ist nicht nur „Longevity“; sondern lange sichtbar zu sein, relevant zu sein, Ausstrahlung zu haben und an sich selbst zu glauben. Lasst euch nicht verrückt machen, was man alles tun sollte, um jünger auszusehen. Eure beste Zeit ist jetzt. Seid neugierig auf das Leben, auf die Menschen. Das hält jung!

Die kleinen Momente des Glücks sind der Quell großer Lebensfreude.

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.