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29. Jan 2021

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Business

Vom Ego zum Schwarm

Journalist: Christiane Meyer-Spittler

39 Kilometer pro Tag legt jeder Deutscher laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Durchschnitt zurück. Die Straßen werden immer voller, die Städte immer enger. Der Lieferverkehr nimmt laufend zu und der Ruhende Verkehr wächst stetig an. Doch selbst lästige Parkplatzsuche könnte schon bald der Vergangenheit angehören, indem vernetzte Fahrzeuge wissen, wo die nächste Lücke frei wird. Der Lösungsschlüssel für die immer komplexer werdende Verkehrsproblematik liegt in der Digitalisierung des öffentlichen sowie Individualverkehrs. Da gibt es zwar schon vernetzte Verkehrsangebote und Mobilitätskonzepte – wie Sharing-Modelle und On-Demand-Dienste – die aufgrund von Echtzeitdaten Mobilität für jeden anbieten. Doch sie stehen alle erst am Anfang der digitalen Kompetenz und setzen beim Individuum an.

Prognosen sehen voraus, dass die Kapazitäten im Straßenverkehr bald nicht mehr ausreichen werden. Dagegen steht eine Feststellung, dass bisher 90 Prozent der Fahrzeuge nur rund 10 Prozent der Straßeninfrastruktur nutzen. Um dieses Missverhältnis zu ändern, reichen konventionelle Navigationssystemen nicht aus. Sie leiten nur den gesamten Verkehr um, was den Stau verlagert statt verhindert. Da sind intelligentere Lösungen gefragt, die auf eine Art Schwarmintelligenz setzen. Wie zum Beispiel eine intelligente Abstimmung von Fahrzeuge untereinander und eine sinnvolle Verteilung auf das gesamte vorhandene Straßennetz. Jeder Nutzer erhält eine individuelle Route, um an sein Ziel zu kommen, die in Abhängigkeit zu allen anderen Nutzern steht. So können alle Fahrzeuge bestmöglich auf die bestehende Infrastruktur verteilt werden. Durch diese Schwarmintelligenz sind Routingmodelle möglich, die weit über die herkömmlichen Modelle hinausgehen.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.