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28. Apr 2026

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Lifestyle

Vorsorge rettet Leben

Journalist: Theo Hoffmann

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Foto: Getty Images/unsplash

Bei der Gesundheitsvorsorge sollte man sich auch, aber nicht allein auf seine Hausarztpraxis verlassen, sondern Facharztpraxen konsultieren.

Nicht alle Schwächen und Probleme, die mit zunehmendem Alter unsere Gesundheit belasten können, kündigen sich mit deutlichen Warnzeichen frühzeitig an. Von einer beginnenden Arteriosklerose spürt man zunächst einmal ebenso wenig wie von einem langsam wachsenden Krebsgeschwür. Selbst Ödeme in den Beinen, umgangssprachlich gern als „Wasser in den Beinen“ bezeichnet, bemerkt man vielleicht nur zufällig. Eine Herzmuskelschwäche oder Durchblutungsstörungen kann man allerdings nicht ohne Hilfe eines Arztes erkennen. Dass Vorsorgeuntersuchungen bei unterschiedlichen Fachärzten im Jahreskalender einen festen Platz haben sollten, vergessen viele von uns gar zu leicht und werden von Erkrankungen wie Herzinfarkten oder gar Hirnschlägen überrascht, mit denen sie nie gerechnet haben.

Wenn man vom Hausarzt regelmäßig ein Blutbild erstellen lässt, ist bereits viel getan. Der Anteil roter Blutkörperchen, Leukozyten, Hormone, Enzyme, die Cholesterin- und Leberwerte und natürlich der Blutzucker geben wichtige Hinweise, wo etwas nicht in Ordnung sein könnte. Auch eine jährliche Ultraschalluntersuchung des Oberbauches und in Abständen eine Magen- und Darmspiegelung helfen, Geschwüre frühzeitig zu erkennen, Verdauungsprobleme oder eine Neigung zu Sodbrennen zu klären. Bei diesen Gelegenheiten wird auch regelmäßig der Blutdruck gemessen. Sollte dieser zu hoch oder zu niedrig sein, ist dringend Handlungsbedarf und meist wird dann ein Kardiologe hinzugezogen, der mit Belastungs-EKGs und speziellen Ultraschalluntersuchungen Ursachen klärt und Therapien empfiehlt.

In vielen Fällen ist es ratsam, nicht erst im Best-Ager-Alter, sondern zuweilen auch früher Krebsvorsorgeuntersuchungen etwa beim Urologen oder Gastroenterologen vornehmen zu lassen, denn Früherkennung rettet Leben. Und es ist nur bedingt altersabhängig, ob man an Brust-, Hoden-, Darm- oder Prostatakrebs erkrankt. Und ein sogenannter „Pap smear“, ein wirksamer Zellabstrich zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs sollte von Frauen ebenso vorgenommen werden wie die Mammographie.

Gefährliche Erkrankungen, die bei nachlässiger Vorsorge erhebliche Schäden verursachen können, kann zudem ein Augenarzt erkennen. Dieser misst nicht nur Sehschwächen, sondern auch den Augeninnendruck, erkennt drohende Netzhautablösungen oder den gefürchteten Grünen oder Grauen Star. Im Gesichtsbereich haben wir ohnehin viele sensible Regionen, die nicht erst größere Probleme bereiten können, wenn sich eine Wurzel entzündet. Geschwüre können sich auch im Ober- und Unterkiefer bilden. Eine gute Zahnversorge achtet auch darauf, ob man des Nachts vielleicht mit den Zähnen knirscht, sich das Gebiss verdirbt und damit Schmerzen in den nahegelegenen hochempfindlichen Ohren verursacht.
Für Bewegung und Fitness kann und sollte man regelmäßig selbst sorgen. Manchmal ist es aber auch gut, sich Rat beim Physiotherapeuten zu holen. Übungen mit dem Pilatus-Ball, Streck- und Dehnübungen vielleicht noch vor dem Frühstück helfen, beweglich zu bleiben und Stürze zu vermeiden. Und wenn wir uns schon dazu entschließen, unsere Gesundheit im Gleichgewicht zu halten, schadet es auch nicht, für ein paar Sekunden täglich das Stehen auf einem Bein zu üben.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.