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11. Sep 2024

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Wirtschaft

Wachstum garantieren

Journalist: Thomas Soltau

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Foto: jeremy bishop/unsplash

Angesichts des Klimawandels, begrenzter Ressourcen und der Notwendigkeit, die Umweltauswirkungen zu minimieren, steht die nachhaltige Landwirtschaft im Zentrum einer drängenden globalen Herausforderung.

Angesichts des Klimawandels, begrenzter Ressourcen und der Notwendigkeit, die Umweltauswirkungen zu minimieren, ist die nachhaltige Landwirtschaft zum Schlüssel für die Zukunft geworden. Derzeit leben über 8 Milliarden Menschen auf der Erde, und diese Zahl wird voraussichtlich bis 2050 noch deutlich steigen. Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, müssen die landwirtschaftlichen Erträge gesteigert oder zumindest stabil bleiben. Nicht einfach, denn Extremwetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen beeinflussen die Ernte negativ. Unsere Landwirtschaft sollte deshalb widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels werden.

Konventionelle Landwirtschaftspraktiken haben negative Auswirkungen auf die Umwelt, einschließlich Bodenerosion, Wasserverschmutzung und Artenverlust.

Auch die Verfügbarkeit von Wasser und Ackerland nimmt ab, während die Nachfrage steigt. Eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser knappen Ressourcen ist von entscheidender Bedeutung. Konventionelle Landwirtschaftspraktiken haben negative Auswirkungen auf die Umwelt, einschließlich Bodenerosion, Wasserverschmutzung und Artenverlust. Die Umstellung auf nachhaltige Praktiken wie ökologischen Landbau, Fruchtwechsel und den Einsatz von pflanzlichen Deckfrüchten wird die Bodenqualität verbessern und den Ertrag langfristig sichern. Ein weiterer Schritt ist der Einsatz von moderner Technologie.

Smart Farming, Digital Farming oder Precision Farming: Um zukunftsfähig zu bleiben, führt kein Weg an digitalen Lösungen vorbei. Präzise Landwirtschaft, satellitengestützte Überwachung und künstliche Intelligenz können Erträge maximieren – dadurch lassen sich Ressourcen effizienter nutzen. Dafür bedarf es aber regelmäßiger Schulungen sowie finanzieller sowie politischer Unterstützung, damit die Umstellung gelingt. Durch die Kombination von nachhaltigen Praktiken, Technologie und dem Engagement der Verbraucher können wir diese Herausforderung erfolgreich meistern – so und eine nachhaltige Zukunft für die Landwirtschaft sichern.

29. Sep 2026

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Wirtschaft

Energiekurs Deutschland – Ein Beitrag von Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater

Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht. Mobilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. >Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Wind- und Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.