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27. Aug 2019

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Gesellschaft

3 Experten zum Thema Küchentrends

Journalist: Chan Sidki-Lundius



Foto: Presse

Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)

Generell ist weiterhin Vielfalt angesagt. Das betrifft vor allem Maße und Farben, Anordnungen und Ausführungen. Je nach Geschmack, Raum, persönlichen Wünschen und finanziellen Vorgaben ist die moderne Küche daher kein Einheitsbrei, sondern immer eine individuell geplante Lösung. Besonders beliebt sind offene Küchen. Im Neubau sind 90 Prozent aller Grundrisse im Erdgeschoss offen. An Bedeutung gewinnt der Hauswirtschaftsraum, den Zulieferer, Küchenmöbel- und Elektrogerätehersteller exzellent ausstatten können. Waschmaschine, Bügelbrett, Staubsauger und Co können Dank pfiffiger Technik in schicken Möbeln untergebracht werden.

In der Küche ermöglichen es Taschentüren (Pocket doors), Küchenutensilien und -geräte bei geschlossenen Türen zu verbergen, ohne dass diese nach Gebrauch jedes Mal in Schränken verstaut werden müssen. Zudem werden in der modernen Küche zunehmend Küchen- mit Wohnmöbeln kombiniert. Küchen werden dadurch wohnlicher, was zu ihrem Anspruch passt, die Hightech-Zentrale mit Seele zu sein.

Im aktuellen Küchenmöbelangebot überwiegt als Frontenoptik Mattlack. Holz, Echtholz- und Steinfurnier werden ihre Stellung ausbauen. Bei den Farben sind dunkle Grautöne und auch Schwarz besonders auffällig. Schwarz kommt auch bei Hausgeräten – in Kombination mit den klassisch warmen Metalltönen Gold, Messing und Kupfer – zum Einsatz. Im grauen Farbspektrum spielt Betonoptik bei mancher Zielgruppe eine herausragende Rolle, bleibt aber insgesamt ein Nischenangebot.

 



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André F. Kunz, Geschäftsführer Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM)

„Die“ Küche der Zukunft wird es nicht geben. Eine Küche ist etwas sehr Individuelles. Vom Landhaus-Stil über zeitlos und modern bis hin zum Bauhaus-Stil ist alles denkbar. Dennoch gibt es natürlich Trends sowohl im technischen, als auch im gestalterischen Bereich, die Einfluss auf die Ausstattung einer Küche haben. Ein schon seit vielen Jahren zu beobachtender Trend ist die fortschreitende Vermischung von Küche und Wohnraum. Die Grenzen sind fließend, Trennwände gibt es nicht mehr, die Küche ist integraler Bestandteil des Wohnens geworden. In der Küche werden Küchenmöbel mit Wohnmöbeln kombiniert. Sei es eine Sitzbank, ein schwebendes Sideboard oder ein eleganter Weinkühlschrank: Solche Dinge passen überall hin. Die Zubereitung von Speisen – auch und gerade mit Gästen – hat immer mehr Eventcharakter, die Gäste werden mit einbezogen und sitzen nicht nur an ihren Plätzen und warten auf ihr Essen. Ob nun hoch eingebauter Backofen, Induktionsfeld, Dampfgarer, Downdraft-Dunstabzug, um nur einige Dinge zu nennen Technisch sind der Ausstattung keine Grenzen gesetzt – allenfalls durch den eigenen Geldbeutel. Bei den Oberflächen und Materialien findet man von Beton beziehungsweise Naturstein über Edelstahl bis hin zu Lack und Folie alles. Weiß ist zwar nach wie vor wichtig, aber schwarze, beziehungsweise graue Farbtöne sind weiter auf dem Vormarsch. Farbige oder Motiv-Rückwände sind ebenfalls häufig anzutreffen. Sie machen die Küche wohnlich und betonen die fließenden Übergänge.

 


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Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer Deutscher Kaffeeverband

Kaffee- und Küchentrends

Deutschland ist eine Kaffeenation. Jeder Bundesbürger trinkt pro Jahr durchschnittlich 164 Liter des beliebten Heißgetränks – mehr als Heil-/Mineralwasser und Bier. Um mehr über die Konsumgewohnheiten zu erfahren, führte der Deutsche Kaffeeverband die Studie „So trinkt Deutschland Kaffee“ durch. Befragt wurden rund 10.000 Kaffeetrinker. Dank der repräsentativen Erhebung wissen wir nun, wie, wann und wo die Bundesbürger ihren Kaffee am liebsten genießen. 75 Prozent aller Kaffees werden zu Hause konsumiert. Im Durchschnitt sind 1,8 Zubereitungssysteme in den Küchen vertreten. Am häufigsten (54 %) wird der Kaffee mit der Filterkaffeemaschine zubereitet. Jeder vierte Haushalt verfügt über eine Kaffeepadmaschine, eine Kapselmaschine und/oder einen Kaffeevollautomaten. Neben der Kaffeezubereitung auf Knopfdruck lässt sich der Trend beobachten, Kaffee wieder manuell zuzubereiten – Experten sprechen von der sogenannten „Dritten Welle“ des Kaffeegenusses: 11 Prozent der befragten Kaffeetrinker gaben an, den Kaffee zu Hause per Hand zu brühen, 8 Prozent nutzen die Espresso-/Mokkakanne und ebenso viele die French-Press. Löslichen Kaffee konsumieren zu Hause 19 Prozent aller Kaffeetrinker. Und wie trinkt man den Kaffee im eigenen Heim am liebsten? Am häufigsten wird er mit Milch konsumiert (46 %). An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala steht der pure Genuss, der schwarze Kaffee (36 %). Latte macchiato, Cappuccino, Café au Lait und Co. sind in jeder achten Kaffeetasse zu finden.

29. Dez 2025

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Gesellschaft

Vorsorge ab 50 – Sicherheit für Körper und Konto – Ein Beitrag von Uwe-Matthias Müller, Vorstand des Bundesverbands Initiative 50Plus Europa

Mit dem Älterwerden verändert sich nicht nur der Blick auf das Leben, sondern auch die Verantwortung für die eigene Zukunft. Menschen ab 50 stehen oft mitten im Leben – beruflich erfahren, familiär gefestigt, mit einem klareren Verständnis für das, was wirklich zählt. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Vorsorge zu treffen: für die Gesundheit und für die Finanzen. **Gesundheit: Früher erkennen, besser leben** Ab 50 steigt das Risiko für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Wer rechtzeitig handelt, kann Lebensqualität erhalten und Folgeerkrankungen vermeiden. Auch Impfungen, Zahnvorsorge und Krebsscreenings sind wichtige Bausteine. Prävention bedeutet nicht nur Kontrolle, sondern auch aktives Gestalten: Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit sind entscheidende Faktoren für ein vitales Altern. >Mit 50 beginnt eine Phase der Stabilität – aber auch der Weichenstellung. Wer jetzt handelt, profitiert von Zeit, Übersicht und Entscheidungsfreiheit. Vorsorge ist kein Zeichen von Angst, sondern von Verantwortung. **Finanzen: Klarheit schafft Freiheit** Finanzielle Vorsorge ist ebenso zentral. Die gesetzliche Rente allein reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wer frühzeitig private Altersvorsorge betreibt – sei es durch Immobilien, Versicherungen oder Fonds – schafft sich Spielraum für die Zukunft. Auch das Thema Pflege sollte nicht verdrängt werden: Eine Pflegezusatzversicherung oder ein klarer Vorsorgeplan kann im Ernstfall Entlastung bringen. Wichtig ist, regelmäßig zu prüfen: Sind alle Unterlagen aktuell? Gibt es eine Patientenverfügung oder ein Testament? Wer vorbereitet ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Angehörige. **Warum jetzt?** Mit 50 beginnt eine Phase der Stabilität – aber auch der Weichenstellung. Wer jetzt handelt, profitiert von Zeit, Übersicht und Entscheidungsfreiheit. Vorsorge ist kein Zeichen von Angst, sondern von Verantwortung. Sie schafft Sicherheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das Leben auch im Alter aktiv zu gestalten. ## Fazit Vorsorge ab 50 ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie bedeutet, das Leben bewusst in die Hand zu nehmen – für mehr Gesundheit, finanzielle Stabilität und innere Ruhe. Wer heute vorsorgt, lebt morgen entspannter.

23. Dez 2025

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Gesellschaft

Warum es so wichtig ist, konsequent nachhaltig zu bauen – Ein Beitrag von Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V.

Nachhaltiges Bauen bedeutet weit mehr als energieeffiziente Gebäude oder den Einsatz ökologischer Materialien. Es beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet werden: von der Planung über den Bau und die Nutzung bis hin zu Umbaumaßnahmen oder den Rückbau. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu minimieren, Ressourcen zu schonen, Menschen gesunde und lebenswerte Räume zu bieten und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu schaffen. Stand heute ist der Bausektor nach wie vor für einen erheblichen Teil der globalen CO2-Emissionen, den Verbrauch natürlicher Ressourcen und den zunehmenden Verlust der Biodiversität verantwortlich. Gleichzeitig verbringen wir den Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen, die unser Wohlbefinden stärken sollen, ohne dabei die Zukunft unseres Planeten zu gefährden. Zudem leben immer mehr Menschen in der Stadt. Der Bedarf an attraktiven und dazu noch klimaresilient gestalteten Freiräumen wächst. Nachhaltige Architektur bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um die Klimakrise zu bekämpfen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Wie ein Perspektivwechsel in diese Richtung gelingen kann, zeigen wir noch bis zum 28. Januar 2026 mit der ersten DGNB Ausstellung „What If: A Change of Perspective“ in der Berliner Architekturgalerie Aedes. Die Ausstellung fordert Besucherinnen und Besucher dazu auf, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und die Themenvielfalt des nachhaltigen Bauens neu und unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen. >Nachhaltige Architektur bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um die Klimakrise zu bekämpfen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Anhand gebauter Beispiele wird deutlich, dass viele Lösungen bereits existieren. So erfährt der Besuchende anschaulich, wie Gebäude klima- und ressourcenschonend geplant werden können, indem Materialien im Kreislauf geführt, Energie effizient genutzt oder sogar erzeugt wird und der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt bleibt. Ebenso thematisiert werden Klimaanpassung und Resilienz: durch kluge Gestaltung, Begrünung und Freiräume können Gebäude und Städte besser mit Hitze, Starkregen oder Trockenperioden umgehen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Menschen. Nachhaltiges Bauen stellt das Wohlbefinden, die Gesundheit und das soziale Miteinander in den Mittelpunkt. Architektur kann Begegnung fördern, Identität stiften und bezahlbaren Wohnraum schaffen, ohne dabei die Umwelt aus dem Blick zu verlieren. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit bestehenden Gebäuden spielt eine zentrale Rolle. Sanieren, Umnutzen und Weiterbauen im Bestand werden als Strategien gezeigt, um Flächen zu schützen und Ressourcen zu sparen. Nicht zuletzt wird klar, dass Nachhaltigkeit keine Kostenspirale sein muss. Ganzheitlich geplante Gebäude sind oft wirtschaftlicher, weil sie langfristig Betriebskosten senken, Risiken minimieren und ihren Wert erhalten oder steigern. Nachhaltiges Bauen ist kein abstraktes Expertenthema und schon gar keine Zukunftsvision, sondern eine konkrete Chance. Für lebenswerte Städte, für gesunde Räume und für eine gebaute Umwelt, die den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Als inhaltlich getriebener Non-Profit-Verein begreifen wir das nachhaltige Bauen seit unserer Gründung vor 18 Jahren als gesellschaftliche Aufgabe, nach der wir unser Handeln ausrichten. Mit der Ausstellung laden wir jeden einzelnen ein, genauer hinzusehen, weiterzudenken und selbst Teil des Wandels zu werden. Weitere Informationen gibt es unter www.dgnb.de/aedes