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23. Okt 2020

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Gesundheit

3 Fragen an Frank Wiegmann

Journalist: Kirsten Schwieger

Im Gespräch mit dem geprüften Fastenleiter und Ernährungsexperte über die Regeln und Tipps von Saftkuren.

Frank Wiegmann, geprüfter Fastenleiter und Ernährungsexperte; Foto: Presse

Wie läuft eine Saftfastenkur ab?

Eine 7-tägige Saftfastenkur beginnt am Entlastungstag mit drei kleinen Mahlzeiten aus Obst, Pellkartoffeln oder Reis. Sauerkrautsaft, Glauber-salz und Klistier helfen beim sanften Abführen. An den Fastentagen zwei bis sechs wird dann jeweils bis zu ein Liter Gemüsesaft getrunken. Ebenso wichtig wie das Fasten ist das Fastenbrechen am siebten Tag. Der Körper wird mit geriebenem Apfel und leichter Gemüsesuppe behutsam wieder an feste Nahrung gewöhnt.

Welche unterstützenden Maßnahmen machen Sinn?

Zur Unterstützung einer Saftfastenkur können Leberwickel sinnvoll sein. Während der Fastenzeit ist es wichtig, den Körper mit Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee zu versorgen. Für das persönliche Wohlbefinden sollte man sich in dieser sensiblen Zeit viel Ruhe gönnen, Stress vermeiden und Entspannungsübungen, wie Yoga oder Meditation, machen. Auch Bewegung an der frischen Luft tut gut.

Sind Smoothies erlaubt?

Smoothies sind nicht empfehlenswert, da sie als feste Nahrung im Darm ankommen. Mit Ausnahme von kleinen Mengen Zitronensaft sollten auch Fruchtsäfte vermieden werden.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.