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29. Jan 2026

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Gesundheit

Gute Nährstoffe – Energie für gesunde Zellen – mit Felix M. Berndt (@doc.felix), Arzt & Ernährungsexperte

Journalist: Pia Rische

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Foto: Johannes Krahforst, Olivie Strauss

Felix Berndt, bekannt als doc.felix, erklärt, wie ausgewogene Nährstoffversorgung und Bewegung gemeinsam zu einem gesunden Leben von Männern beitragen.

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Felix M. Berndt (@doc.felix), Arzt & Ernährungsexperte

Was macht für Sie eine gesunde Ernährung bei Männern aus? Viele Männer essen genug, aber oft nicht so, wie es ihr Stoffwechsel bräuchte. Durch mehr Muskelmasse und höheren Grundumsatz arbeitet der Körper im „High-Performance-Modus“. Wenn zu wenig hochwertiges Protein, zu viele schnelle Kohlenhydrate oder entzündungsfördernde Fette im Spiel sind, reagieren Muskelzellen mit einer sinkenden Insulinsensitivität – ein Mechanismus, der in Studien immer wieder als Ausgangspunkt für Bauchfett, Müdigkeit und Stoffwechselprobleme auftaucht. Auch zu wenig Omega-3 und Ballaststoffe fördert stille Entzündungen und erhöht Herz-Kreislauf-Risiken.

Kurz: Der Körper bekommt Kalorien, aber nicht die nötigen Bausteine. Die Lösung ist eine Ernährung, die Zellen versorgt: hochwertiges Protein für Muskelregeneration und stabile Blutzuckerreaktionen, pflanzliche Lebensmittel voller Antioxidantien und Ballaststoffe zur Entlastung von Darm und Immunsystem sowie gesunde Fette für Hormone und Zellmembranen. Männer profitieren besonders, weil ihre Muskelzellen extrem stoffwechselaktiv sind und auf gute Nährstoffversorgung reagieren wie ein Motor auf hochwertigen Treibstoff. Wenn Proteinbiosynthese, Fettstoffwechsel und Hormonbalance auf Zellebene funktionieren, fühlt man sich nicht nur leistungsfähiger – der Körper läuft insgesamt ruhiger, stabiler und energieeffizienter.

Sollten Männer auf bestimmte Lebensmittel achten? Viele typische „Männer-Ernährungsweisen“ wie verarbeitetes Fleisch, wenig Gemüse und Alkohol fördern Entzündungen, verschlechtern Gefäßfunktion und lassen Testosteron sinken. Gleichzeitig fehlen oft Omega-3, Zink, Magnesium und ausreichend Protein. Die Lösung: mehr Lebensmittel, die den Stoffwechsel schützen – Fisch oder Algenöl für Omega-3, Hülsenfrüchte und Eier für Protein, Nüsse und Vollkorn für Mineralstoffe, mehr Gemüse. Und weniger verarbeitetes Fleisch und Alkohol. So bleiben Muskeln leistungsfähig, Hormone stabil und Gefäße gesund.

Inwiefern spielt Bewegung eine Rolle? Ernährung liefert Bausteine, Bewegung entscheidet, wie sie genutzt werden. Jede Muskelkontraktion aktiviert das Enzym AMPK, das den Fettstoffwechsel ankurbelt. Außerdem öffnen sich GLUT-4-Transporter in der Muskulatur, welche Zucker unabhängig von Insulin aufnehmen. Schon ein Spaziergang nach dem Essen senkt Blutzuckeranstiege und reduziert Fetteinlagerungen. Krafttraining erhöht die Muskelmasse und damit den Grundumsatz.

Welche Ernährungsroutine empfehlen Sie für? Viele Männer essen unregelmäßig und snacken viel – das überfordert Blutzucker und Darm. Besser: drei strukturierte Mahlzeiten jeweils mit Protein für Sättigung, Gemüse und Ballaststoffe für den Darm und gesunde Fette für Hormone.

Haben Sie einen Geheimtipp? Viele sehen Gesundheit als Verzicht. Doch der Körper funktioniert besser, wenn man überlegt, was er braucht – nicht, was man weglassen muss. Darmbakterien brauchen Ballaststoffe, Hormone brauchen Fette, Muskeln brauchen Protein. Die Lösung ist also, Ernährung positiv zu denken. Sich fragen: „Was stärkt meinen Körper heute?“ Dieser Mindshift macht Entscheidungen leichter, nachhaltiger und gesünder – ohne Druck, sondern mit echtem Mehrwert für Energie, Stimmung und Stoffwechsel.

Factbox:

Einfache Beispiele für drei strukturierte Mahlzeiten am Tag: Zum Frühstück Skyr mit Beeren, mittags Gemüse plus Linsen oder Fisch, abends etwas Leichtes mit Omega-3. Diese Routine gibt dem Stoffwechsel Ruhe und verhindert unnötige Spitzen.

Mango Cheesecake

Zutaten • 250 g Griechischer Joghurt • 250 g Frischkäse • 5 Eier • 1 reife Mango (ca. 280 g geschält) oder tiefgekühlte, portionierte Mango

Zubereitung

  1. Mango schälen und pürieren, bis eine glatte Masse entsteht.
  2. Joghurt, Frischkäse, Eier und Mangopüree in einer Schüssel verrühren.
  3. Die Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Form füllen.
  4. Bei 170 °C etwa 40 Minuten backen.
  5. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – in den Kühlschrank stellen.

Wie kann Cheesecake medizinisch wirken? Unter anderem liefert die enthaltene Mango Vitamin C, Beta-Carotin und Polyphenole, die antioxidativ wirken. Studien zeigen, dass Mango-Konsum oxidativen Stress senken und die Glukosetoleranz leicht verbessern kann. Griechischer Joghurt bringt Protein + probiotische Kulturen. Eine Meta-Analyse zeigt, dass fermentierte Milchprodukte mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind. Frischkäse liefert gut verwertbares Protein und Kalzium. In Beobachtungsstudien schneiden fermentierte Milchprodukte im Hinblick auf Entzündungsmarker und metabolische Gesundheit tendenziell günstiger ab als andere tierische Fette. Eier sind reich an hochwertigem Protein, Cholin und fettlöslichen Vitaminen. Eine große Meta-Analyse zeigt, dass moderater Eierkonsum nicht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.

Inspiration für das Rezept kam von @tastyiri_en

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.