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15. Mär 2023

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Gesellschaft

3x Zukunft Personal

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse

Technologiewandel, neue Werte und eine globale Instabilität stellen Unternehmen vor immense Herausforderungen und viele offene Fragen: wie radikal und auf welche Weise müssen wir die Art zu denken, zu arbeiten und zu wirtschaften, ändern, um relevant zu bleiben? Wie beim Run um Innovation, Skills und Talente mithalten? Dazu gibt die Zukunft Personal 2023 unter dem Motto „The Big New“ gleich an drei Terminen in Deutschland innovative Lösungsansätze und Denkimpulse. In Hamburg, Stuttgart und Köln sorgen die wichtigsten Branchenplayer rund um die Transformation der Arbeitswelt und ein Top-Line-up von Speakern für hochwertigen Wissenstransfer.

Kick-Off Veranstaltung wird die Zukunft Personal Nord am 18. und 19. April 2023 in Hamburg, die in allen relevanten New Work Themenbereichen von Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development bis zu Corporate Health wichtige Impulse setzen will. Hochkarätige Keynotes, Best Practices und interaktive Workshopformate geben wertvollen Input, wenn es z. B. um die Frage geht, wie Führungskräfte ihre Teams durch Krisen und Zeiten der Transformation führen können. Neu in Hamburg ist die Kamin-Lounge, die Raum für den ganz persönlichen Erfahrungsaustausch mit HR-Experten bietet.

Einen Monat später, am 9. und 10. Mai 2023 trifft sich die HR-Community auf der Zukunft Personal Süd. An zwei prall gefüllten Messetagen in Halle 1 der Messe Stuttgart können Produktneuheiten und Trends der Arbeitswelt live erlebt werden, auch Austausch und Networking sowie interaktive Sessions und Insights erfahrener HR-Experten stehen auf dem Programm. Beim Branchentreff für HR-Management in Süddeutschland ist ebenso das umfangreichen Corporate Health Programm der ehemaligen Stuttgarter Corporate Health Convention integriert.

Um Employee Experience und neue Leadership-Konzepte geht es auch in Köln, wenn das Messe-Trio im Herbst mit der Zukunft Personal Europe abgerundet wird. Vom 12. bis 14. September werden über 500 nationale und internationale Top-Speaker, Branchenführer und Innovationstreiber zum intensiven Austausch mit rund 20.000 Entscheidern erwartet. Kein anderes ExpoEvent in Europa verbindet die Themen und Menschen der HR-Welt enger miteinander. Als krönender Abschluss werden hier der HR Innovation Award und der Personalwirtschaftspreis vergeben.

Für Live-Inspiration sorgt Zukunft Personal auch virtuell. Auf der Website von Zukunft Personal und der Community- Plattform „ZP 365“ finden themenspezifische Digital Experience Days mit tagesaktuellem Content, Services, Online-Events und Insights statt, perfekt um auch für die Vor- und Nachbereitung der Messe oder virtuell und live bei allen Eventtagen des Hotspots der HR-Branche dabei zu sein.

Der Veranstalter schenkt Lesern ein kostenloses Ticket für beide Messetage.
Hier geht es zum Ticketshop:
https://spring-live.fairverify.com/ticketshop/shop/ZPN23/1/de/contentway.

28. Jan 2026

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Wirtschaft

Flexible Aus- und Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg – Ein Beitrag von Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Zwischen 2025 und 2029 gehen rund 5,26 Mio. Erwerbstätige in den Ruhestand. Gleichzeitig erwarten wir, dass in diesem Zeitraum nur rund 4,37 Mio. Personen aus dem Bildungssystem oder aus dem Ausland neu auf den inländischen Arbeitsmarkt kommen. Der Ersatzbedarf lässt sich mengenmäßig nicht durch dieses Neuangebot stillen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird somit zurückgehen. Zugleich braucht Deutschland dringend Erneuerungen. In unsere Sicherheit und Infrastruktur wird viel investiert werden müssen. In den Gesundheitsberufen wird die Nachfrage steigen, und auch in der IT-Entwicklung dürfen wir nicht zurückbleiben. Um unseren Wohlstand bei einer schwindenden Zahl an Erwerbstätigen auch in den kommenden Jahren zu erhalten, müssen wir technologische Entwicklungen intelligent nutzen. So können Tätigkeiten zum einen automatisiert werden, die bislang von Menschen ausgeübt werden. Zum anderen bieten sie aber auch Raum für neue Tätigkeiten und Geschäftsmodelle. Eine jüngst veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung zeigt, dass allein die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) rund 1,6 Mio. Arbeitsplätze betreffen werden. Voraussichtlich werden rund 800.000 Arbeitsplätze in den kommenden 15 Jahren wegen der Nutzung von KI entfallen, während gleichzeitig rund 800.000 neu entstehen. Dieser Strukturwandel lässt sich nicht ohne berufliche Aus- und Weiterbildung bestreiten. >Um unseren Wohlstand bei einer schwindenden Zahl an Erwerbstätigen auch in den kommenden Jahren zu erhalten, müssen wir technologische Entwicklungen intelligent nutzen. Der Digitalisierung folgt der verstärkte Einsatz von KI, der abstrakte Klimawandel wird greifbar durch Flut- und Dürrekatastrophen, die demografische Entwicklung führt zu anderen Arbeitsmodellen und längeren Arbeitsphasen. Berufliche Qualifikationen bereiten uns im besten Fall darauf vor, auf Unvorhergesehenes zu reagieren. So eröffnen die 327 Ausbildungsberufe des dualen Systems die Möglichkeit, flexibel in einer Fülle von Erwerbsberufen tätig zu werden. Voraussetzung hierfür ist, dass exemplarisch in ausreichender fachlich-methodischer Breite und Tiefe gelernt wird und die für die Transformation notwendigen Schlüsselkompetenzen vermittelt werden. Zentral sind hier Transfer- und Problemlösefähigkeit, Kreativität sowie soziale und personale Kompetenzen. Wichtig ist aber auch, Menschen ohne Ausbildung durch die Nutzung abschlussorientierter Konzepte – wie zum Beispiel Teilqualifikationen oder Validierungsverfahren – für die Herausforderungen des Arbeitsmarkts der Zukunft zu befähigen. Vor dem Hintergrund des beschleunigten Strukturwandels leistet vor allem auch die berufliche Weiterbildung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie schafft individuelle Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Deshalb müssen wir die formale Weiterbildung durch gezielte Flexibilisierung, Modularisierung und „Dualisierung“ – also die Verknüpfung von systematischem Lernen mit praktischer Anwendung am Arbeitsplatz – attraktiver gestalten und stärker mit non-formalen Angeboten verknüpfen. So kann es gelingen, möglichst viele Menschen für Weiterbildung zu gewinnen. Denn es ist arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitisch nicht akzeptabel, große Bevölkerungsgruppen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu lassen. Die Attraktivität und Individualisierung der Weiterbildungsformate sind hier entscheidend.