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5. Jul 2024

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Gesellschaft

4 Arten des Gebens

Journalist: Jenny Brania

Mit Geldspenden, aktivem Natur- und Tierschutz oder der ehrenamtlichen Betreuung von Hilfsbedürftigen, Senioren und Kindern.

Geldspenden

Teil eines großen Ganzen

Es ist nicht zu unterschätzen, was kleinere Spendenbeträge bewirken können. Denn auch kleinere Beträge tragen zur Förderung zahlreicher Projekte bei und unterstützen Organisationen bei der Umsetzung einer gemeinsamen Vision - Helfen für einen guten Zweck. Mit bereits 5 CHF können beispielsweise über 30 Impfdosen gegen Polio verabreicht werden, womit selbst Kleinstbeträge helfen können, Kinderleben zu retten. Geldspenden können neben der medizinischen Versorgung in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden, die von Bildung über Umweltschutz bis hin zur Unterstützung in akuten Notlagen reichen. Manche sind sich vielleicht unsicher, ob die Spende auch dort ankommt, wo sie ankommen soll. Doch hierbei helfen Zertifizierungsstellen sowie Organisationen, die Gütesiegel vergeben. Mithilfe dieser können Spender und Spenderinnen seriöse Hilfsorganisationen ausfindig machen und einen transparenten Einsatz der monetären Zuwendungen sicherstellen. Denn insbesondere Transparenz ist ein wichtiger Aspekt, um das Vertrauen derjenigen sicherzustellen, die sich engagieren möchten.

claudio-schwarz-7YKBxf7qYQY-unsplash.jpg (c) Claudio Schwarz/unsplash

Naturschutz

Zum Schutz der Umwelt

Der Erhalt und die Sicherung der Umwelt und Natur sind heutzutage wichtiger denn je. Und hierfür kann man sich bereits vor Ort für den Naturschutz einsetzen. Freiwilligenarbeit stellt dabei nicht nur einen elementaren Aspekt für lokale Umweltgruppen und Vereine dar, sondern bietet auch Helfern sowie Helferinnen vielfältige und abwechslungsreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren. Unter anderem ist es möglich, z. B. bei Natureinsätzen mitzuwirken, um Naturschutzgebiete zu pflegen oder Teiche anzulegen. Darüber hinaus ist ebenfalls die Mitarbeit bei Events und die Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit stets gefragt. Zudem gibt es auch einzelne Aktionen, wie den «Clean-up-Day», der im September 2024 stattfindet. Hier schliessen sich Gruppen zusammen und gehen gemeinsam gegen Umweltverschmutzung vor. Interessierte können im Internet schnell und unkompliziert nach Naturschutzorganisationen im eigenen Kanton suchen. Bei der Vielzahl an verschiedenen Projekten kann jeder und jede das Passende für sich finden, um vor Ort einen Beitrag für den Naturschutz zu leisten.

ocg-saving-the-ocean-psRG_u3DLps-unsplash.jpg (c) OCG/unsplash

Freiwilligenarbeit

Ein Zeichen der Nächstenliebe

Ungerechtigkeiten, Schicksalsschläge und fehlende Ressourcen prägen das Leid zahlreicher Menschen. Es trifft dabei nicht nur uns selbst, sondern viele, denen wir auf den Strassen begegnen. Und genau dann, wenn es uns möglich ist, ist die gegenseitige Unterstützung ein Zeichen der Nächstenliebe. Nachbarschaftshilfe hat sich bereits als Form des Zusammenhalts etabliert. Ehrenamtliche können hier bei alltäglichen Aufgaben unterstützen, wie beim Erledigen des Einkaufs, der Kinderbetreuung oder der Organisation von Freizeitaktivitäten. Auch die gezielte Seniorenhilfe ist ein wertvoller Beitrag, um Bedürftigen im Haushalt zu helfen oder bei Arztbesuchen zu begleiten, wodurch auch der Einsamkeit im Alter entgegengewirkt werden kann. Zeit stellt in diesen Fällen neben monetären Spenden einen bedeutsamen Teil der Mithilfe dar, die auch den Helfenden ein Gefühl der Zufriedenheit und Dankbarkeit entgegenbringen kann. Das Internet oder der Besuch von Gemeinden und Seniorentreffs bieten in diesem Sinne erste Anhaltspunkte, um den Schritt Richtung Nächstenliebe zu gehen.

pexels-olly-3768131.jpg (c) Olly/pexels

Tierschutz

Zum Wohl der Tiere

Auch hinsichtlich des Tierschutzes gibt es Möglichkeiten, vor Ort aktiv zu werden. In Tierheimen oder Auffangdiensten kann man bei der Pflege sowie Versorgung der Tiere unterstützen. Rettungszentren bieten ebenfalls eine Option, da verletzte oder halterlose Tiere beispielsweise in Tierkliniken gefahren werden müssen. Doch neben der aktiven Versorgung der Tiere stellt Aufklärungsarbeit einen wichtigen Bestandteil des Tierschutzes dar. Bei Events werden regelmässig Helfende gesucht, die Flyer verteilen, Unterschriften für Petitionen sammeln und bei Demonstrationen ein Zeichen für das Wohl der Tiere setzen. Für diejenigen, die vielleicht nicht die zeitlichen Kapazitäten besitzen, aber dennoch was bewirken wollen, stellen Patenschaften eine wirksame Lösung dar. Hierbei wird z. B. die Versorgung und Verpflegung eines oder mehrerer Tiere für eine gewisse Laufzeit finanziert. Es ist unverkennbar, dass es zahlreiche Wege gibt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im gleichen Zuge bietet das Ehrenamt eine Chance, über sich hinauszuwachsen, neue Fähigkeiten zu erlernen und neue Kontakte zu knüpfen.

pexels-mikhail-nilov-7469221.jpg (c) Mikhail Nilov/pexels

2. Jul 2026

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Gesellschaft

Deutschland in einer neuen sicherheitspolitischen Realität – Ein Beitrag von Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer, BDSV

Liebe Leserinnen und Leser, „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“. Diesen Satz des Generalinspekteurs Carsten Breuer haben sich inzwischen auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius zu eigen gemacht. Er beschreibt eine neue sicherheitspolitische Realität, mit der wir uns auch im fünften Kriegsjahr der russischen Vollinvasion auf die Ukraine konfrontiert sehen und die Grundlage für unser sicherheitspolitisches Handeln sein muss. Der Zwischenzustand, der unserem Land damit attestiert wird, ist in dieser Form im Grundgesetz jedenfalls nicht vorgesehen. Unsere Verfassung unterscheidet zwischen Friedenszustand, dem Spannungsfall als Vorstufe des Verteidigungsfalls, die bereits die Anwendung bestimmter Notstandsrechtsvorschriften ermöglicht und dem eigentlichen Verteidigungsfall. Letzterer tritt nach Artikel 115a Grundgesetz dann ein, wenn das Staatsgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht. Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Dieses Ziel muss darüber hinaus mit einer umfassenden Befähigung zur Gesamtverteidigung im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Resilienz einhergehen. Schon heute erleben wir ständige hybride Angriffe in der Form von Drohnenüberflügen, Cyber-Attacken oder Desinformationskampagnen, die bestimmten staatlichen Akteuren zugeordnet werden. >Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Hieraus ergeben sich zweierlei Schlussfolgerungen: Erstens: Um unserem Beitrag in diesem Prozess – wie der NATO versprochen – zu erfüllen, wollen wir schon im Jahr 2029 ca. 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung sowie perspektivisch weitere 1,5 % des BIP für militärisch-relevante Infrastrukturmaßnahmen ausgeben. Rechnet man diese Ausgaben zusammen, so machen diese im Jahr 2029 40 % unseres Bundeshaushaltes aus. Allein in den Verteidigungsbudgets der Jahre 2025 bis 2029 sind kumuliert ca. 200 Milliarden Euro nur für Rüstungsausgaben geplant. Kurz: Es geht also um gewaltige Summen, die unsere Volkswirtschaft als Ganzes fordern. Zweitens benötigen wir ein umfassendes Verständnis der Sicherheits- und Resilienz-Notwendigkeiten in unserer Gesellschaft. Die Gewährleistung von Sicherheit ist die zentrale Querschnittsaufgabe unserer Zeit, die jeden und jede von uns betrifft: im Bevölkerungsschutz, beim Schutz kritischer Infrastrukturen, über Bedrohungen zu Lande, zu Wasser, in der Luft sowie im Cyberraum. Jeder Sektor ist gefragt, hier einen Beitrag leisten. In der Politik schließlich müssen diese Anstrengungen koordiniert und verzahnt werden. Dokumente wie die Nationale Sicherheitsstrategie oder die unlängst vorgestellte Militärstrategie sind der notwendige Ausfluss dieser Anstrengungen. Im BDSV wird dieser umfassende Sicherheitsbegriff seit unserer Gründung im Jahr 2009 konsequent gelebt. In unserem Verband sind alle Ausrüster staatlicher Sicherheitsbehörden willkommen und vereint. Über die Plattform SVI-Connect, die wir gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ins Leben gerufen haben, leisten wir seit Jahresbeginn zudem einen Beitrag zur Verzahnung klassischer Rüstungsunternehmen mit neuen, bislang überwiegend zivilen Zulieferern – zum Vorteil beider Seiten. Nicht zuletzt deshalb ist Deutschland auf gutem Weg, seine selbstgesteckten Ziele in der Zeitenwende zu erreichen. Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie tut alles in ihrer Macht Stehende, um hier ihren Beitrag zu leisten.