30. Mai 2024
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Lifestyle
In diesem Artikel werden 4 verschiedene Hausbauarten vorstellt.
Massiv Stein auf Stein
Langlebig, wertbeständig, individuell – und die noch immer beliebteste Neubauform bei Häuslebauern. Das Massivhaus hält, was der Name verspricht. Gebaut aus massiven Baustoffen, meist Beton, Holz, Ziegel oder Kalksandstein sorgen die Wände und Decken im Massivhaus für die Statik. Im Gegensatz zum Fertighaus, bei dem die Wände in der Regel keine statische Funktion haben, sondern lediglich als Raumtrenner dienen. Üblicherweise wird die Planungsarbeit des individuellen Eigenheimtraums vom Architekten nach den Wünschen des Bauherrn übernommen und die Durchführung bei den einzelnen Gewerken beauftragt – vom Fliesenleger bis zum Dachdecker. Aber auch schlüsselfertige Massivhäuser werden auf dem Markt angeboten. Mit dem großen Vorteil, dann alle Leistungen aus einer Hand zu erhalten und vertraglich festgelegte Einzugstermine fixieren zu können. Fachleute schwören auf die Langlebigkeit von Massivhäusern, die mit durchschnittlich 120 Jahren beziffert wird. Ein lohnender Ausgleich, auch wenn für die Bauzeit in der Regel mehr Zeit, als bei einem Fertighaus eingeplant werden muss.

Foto: Dillon Kydd/unsplash
Ein extra Plus Energie
Das Plusenergiehaus erzeugt mehr Energie als es verbraucht. Durch bauliche und energetisch aufeinander abgestimmte Konzepte wie der Betrieb einer Photovoltaik-Anlage, eine ausgeklügelte Wasseraufbereitung, Systemen zur Wärmerückgewinnung und eine überdurchschnittlich hohe Wärmedämmung kann mehr Energie erzeugt werden, als die Bewohner durch Strom-, Wärme- und Wassernutzung verbrauchen. Kreisläufe sind dabei das Herzstück jedes Plusenergiehauses. Eine Art autarkes Öko-Kraftwerk, bei dem auch Teile des Abwassers, als Spülwasser wiederverwendet werden können, gespeichertes Regenwasser für die Bewässerung des begrünten Dachgartens genutzt und überschüssige Energie aus den eigenen Solarmodulen an die E-Ladestation fürs Auto oder Lastenfahrrad weitergeleitet werden. Wer noch einen Schritt weitergehen will, produziert sogar beim Sport eigenen Strom: Wenn beim Strampeln auf dem Heimtrainer die elektrisch erzeugte Energie umgewandelt und zur Erwärmung des Brauchwassers im Haus verwendet wird. Ein nachhaltiges Gesamtkonzept, das die Umwelt entlastet und unabhängig von Energiepreisen macht.

Foto: Benjamin Jopen/unsplash
Merkmal moderner Architektur
Häuser mit einer Dachneigung von maximal 10 % zählen zur Kategorie der Flachdachhäuser. Die kompakte Form gilt mit seiner klaren Optik als Klassiker moderner Immobilienarchitektur, für die Bauhausgründer Walter Gropius zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Grundstein legte. Mittlerweile über 100 Jahre alt, erfreut sich die schlichte pure Ästhetik des Bauhaus auch heute bei Liebhabern zeitlosen und reduzierten Designs großer Beliebtheit. Der zugrundeliegende Leitsatz: ‚Form follows function‘ (Die Form folgt der Funktion) gilt beim Flachdachhaus als Maxime. Kein Wunder, punktet doch die Kubusform neben dem maximalen Platzangebot durch das Wegfallen von Dachschrägen, mit einer effizienten Energieleistung. Denn je kompakter die Form, desto weniger Heizenergie geht verloren und besser die Dämmleistung. Weiteres beliebtes architektonisches Merkmal ist die Versetzung einzelner Gebäudeteile, durch dessen unterschiedlicher Ausrichtung je Etage, Platz für nicht einsehbare Balkone oder geschützte Terrassenbereiche entsteht.

Foto: Max Vakhtbovcyn/pexels
**Wohntrend Minihaus **
Kleiner Raum, der glücklich macht: Wer von weniger materiellen Dingen umgeben ist, reduziert sich auf das Wesentliche. Eine alternative Lebensform, die mehr Zeit und Energie für die vielen anderen schönen Dinge des Lebens freisetzt. Immer knapper werdender Wohnraum und steigende Immobilienpreise haben den Tinyhouse-Trend in den letzten Jahren weiter befeuert. Als ‚tiny‘ gelten stationäre oder mobile Gebäude mit maximal 40 qm Wohnfläche. Durch die geringe Größe und ökologische Bauweise benötigen Tinyhouses weniger Energie. Sie können schlüsselfertig mit multifunktionalen Möbeln, die den Wohnraum optimal ausnutzen oder als Modul für den Selbstausbau bestellt werden. Im Vergleich zum klassischen Einfamilienhaus ist der Kostenaufwand bei der Anschaffung eines Tinyhouse gering. Für ein fertig gebautes Mini-Home, das den Bestimmungen des Gebäudeenergiegesetzes für Wohngebäude (EH-55-Standard) entspricht, ist ein Budget ab ca. € 60.000 realistisch. Noch günstiger liegt man bei einer Do-it-Yourself-Variante aus traditionellen oder recycelten Baumaterialien.

Foto: Elle Hughes/pexels