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2. Apr 2026

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Lifestyle

Abseits der Touristenpfade – mit Lena Martin, Reisebloggerin

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Lena Martin

Reisebloggerin Lena Martin, im Netz bekannt als «Inspiration de la vie», zeigt, welche Kleinstadtperlen, Naturziele und Nachbarländer-Hotspots 2026 auf jeden Fall einen Besuch wert sind – fernab von Berlin, Paris & Co.

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Lena Martin, Reisebloggerin 

Welche Kultur- und Städtehighlights stehen bei dir für 2026 auf dem Reiseplan? Dieses Jahr freue ich mich sehr auf meinen Städtetrip nach Marseille, die Landesgartenschau in Ellwangen und ich hoffe, dass ich es zum Tag der Deutschen Einheit nach Bremen schaffe. Und meine persönlichen Reise-Wünsche für dieses Jahr sind Kopenhagen, Porto und Gent.

Welche Städte in Deutschland sind für dich echte Perlen, die oft unterschätzt werden? Jedes Bundesland hat seine eigenen unterschätzten Orte. Im Süden denke ich direkt an Regensburg, Pottenstein und Bamberg. Im Osten haben mir Jena und Dresden unglaublich gut gefallen. Dresden habe ich unterschätzt, die Stadt zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsstädten. Im Norden denke ich an Lüneburg und Lübeck. Im Westen liebe ich Orte wie Saarburg mit seinem Wasserfall mitten in der Stadt, Baden-Baden und Wiesbaden. Einige Städte in Deutschland haben zudem einen schlechteren Ruf, als sie eigentlich verdienen. Für mich ist Hannover ein solches Beispiel. Gerade zum Feuerwerkswettbewerb lohnt sich ein Städtetrip.

Gerade an Feiertagen wie Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam planen viele einen Kurzurlaub. Welche Regionen eignen sich gut für ein verlängertes Wochenende? Da habe ich ganz viele schöne Ideen: Im Fichtelgebirge wandert man durch das Luisenburger Felsenlabyrinth, der Pfälzerwald rund um Dahn ist ideal für alle, die gerne wandern und in der Therme abschalten wollen und das Teinachtal im Schwarzwald ist der ideale Ausgangspunkt, um kleine Orte wie Nagold zu erkunden. PS: Unbedingt Stocherkahn fahren. Celle mit der Südheide eignet sich für ein ruhiges Wochenende zwischen Fachwerk, Natur und Radfahren. Bei Lust auf eine Insel kann ich Norderney für ein verlängertes Wochenende empfehlen.

Einige Städte in Deutschland haben zudem einen schlechteren Ruf, als sie eigentlich verdienen

Und welche Orte empfiehlst du für einen Tagesausflug, ohne dass man das Gefühl hat, etwas zu verpassen? Bei einem Tagesausflug sind süße Städte und schöne Naturziele ideal. Hier denke ich direkt an Monschau in der Eifel, Traben Trabach an der Mosel, an einen Tag in Esslingen oder an eine Wanderung durch das Eselsburger Tal in der Schwäbischen Alb. Oder wie wäre es mit einem Städtetrip nach Tübingen? Richtig schön bunt, direkt am Neckar und entspannt. Außerdem empfehle ich Kleinstadtperlen wie Schwäbisch Gmünd, Bernkastel-Kues oder Eltville am Rhein, die es überall in Deutschland zu entdecken gibt.

Welche Stadt in unseren Nachbarländern hat dich positiv überrascht und wieso? Ganz vorne dabei ist für mich Straßburg: Die Mischung aus französischem Lebensgefühl, Fachwerk und Kanälen verzaubert. Auch Dinant in Belgien ist wunderbar, und was ich auch wirklich empfehlen kann, ist Luxemburg. Vor allem die Hauptstadt ist einen Städtetrip wert. Und in den Niederlanden mag ich Groningen sehr gerne. Die Stadt hat dieses entspannte, niederländische Lebensgefühl, ohne bis nach Amsterdam zu müssen.

Was empfiehlst du Kurzentschlossenen: Welche Stadt ist immer eine Reise wert? Von den größeren Städten Hamburg, Heidelberg oder Freiburg. Mein größter Tipp ist aber, entgegen der Touristenströme zu reisen und bewusst kleinere Orte auszuwählen. Ich denke da zum Beispiel an Amberg oder an Essing im Altmühltal. Deshalb würde ich sagen: Klar, die bekannten Städte funktionieren immer. Aber es lohnt sich sehr, unbekannteren und unterschätzten Städten und Regionen mal eine Chance zu geben!

Mein größter Tipp ist aber, entgegen der Touristenströme zu reisen und bewusst kleinere Orte auszuwählen.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.