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19. Sep 2025

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Gesundheit

Bewegte Zeiten für steife Gelenke

Journalist: Nadine Wagner

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Foto: Eugenia Pankiv/unsplash

Du kannst nicht immer 17 sein... – aber du kannst auch mit 47, 57 oder 67Plus noch aktiv und beweglich bleiben.

Gelenkbeschwerden gehören zu den häufigsten Alterserscheinungen. Was zunächst mit einem Ziehen im Knie oder steifen Fingern am Morgen beginnt, kann sich im Alltag schnell zu einem ernsthaften Problem auswachsen. Und sind die Gelenke erst einmal entzündet, kann nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Meist steckt dann eine sogenannte degenerative Erkrankung dahinter – also eine Abnutzung des Gelenkknorpels, wie sie bspw. bei Arthrose auftritt.

Dabei sind unsere eigentlich Gelenke wahre Wunderwerke der Bewegung: Bis zu 360 davon befinden sich im menschlichen Körper. Nicht nur Knie und Hüften können entsprechend von Gelenkproblemen betroffen sein, auch an Fingern, Füssen und Schultern können Entzündungen auftreten. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren haben ein erhöhtes Risiko, an Gelenkbeschwerden zu erkranken, denn mit dem sinkenden Östrogenspiegel sinkt auch der natürliche Gelenkschutz.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man sich bei Gelenkschmerzen schonen sollte. Im Gegenteil: Bewegung ist essenziell, um die Gelenke geschmeidig zu halten. Wichtig ist jedoch die Auswahl der richtigen Aktivitäten. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik oder Velofahren fördern die Durchblutung, stärken die Muskulatur und entlasten so die Gelenke. Auch und gerade bei leichten Beschwerden gilt daher: in Bewegung bleiben. Denn starke Muskeln stabilisieren die Gelenke und können so Fehlbelastungen und Verschleiss entgegenwirken. Wer früh beginnt, tut sich im Alter deutlich leichter.

Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik oder Velofahren fördern die Durchblutung, stärken die Muskulatur und entlasten so die Gelenke.

Eine der besten Bewegungsformen für Jung und Alt ist das Wandern. Es trainiert nicht nur die Bein- und Rückenmuskulatur, sondern beansprucht den gesamten Körper – ohne ihn zu überfordern. Vor allem das rhythmische Gehen auf weichem Untergrund wirkt gelenkschonend und stärkt gleichzeitig Herz, Kreislauf und Psyche. Kein Wunder also, dass Wandern in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt: In der Schweiz zählt über die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren Wandern zu ihren bevorzugten Bewegungsformen. Durchschnittlich werden 15 Wanderungen pro Jahr unternommen, mit einer Dauer von jeweils rund drei Stunden. Die frische Luft, die Bewegung in der Natur und die gleichmässige Belastung machen Wandern zur idealen Präventionsmassnahme gegen Gelenkbeschwerden.

Neben regelmässiger Bewegung ist auch die Ernährung ein zentraler Faktor für gesunde Gelenke. Der Gelenkknorpel wird über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt – doch nur, wenn ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung stehen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und wenig Zucker kann Entzündungen hemmen und den Knorpelabbau verlangsamen.

Die frische Luft, die Bewegung in der Natur und die gleichmässige Belastung machen Wandern zur idealen Präventionsmassnahme gegen Gelenkbeschwerden.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.