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23. Okt 2020

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Gesundheit

Der Darm ist die Wurzel der Gesundheit

Journalist: Antonia Große-Berkhoff

Vitalpilze – ihre Anwendung stammt aus der TCM – können einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung, bzw. Wiederherstellung der Darmgesundheit leisten.

Der Darmtrakt des Menschen wartet mit bemerkenswerten Fakten auf. Im Laufe eines durchschnittlichen Lebens verarbeitet er circa 30 Tonnen Lebensmittel für die Versorgung unseres Körpers mit Nährstoffen. Mit rund 400 Quadratmetern ist der Darm unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt und Lebensraum von schätzungsweise 500 unterschiedlichen Bakterienarten. Alle zusammen bilden sie die auch als Mikrobiom bezeichnete Darmflora. Deren physiologische Zusammensetzung ist von enormer Bedeutung für eine gute Verdauung. Auch kann der Darm mit seinen rund 150 Millionen Nervenzellen Reize wahrnehmen und Signale aussenden. Mit diesem sogenannten „Bauchhirn“ beeinflusst er sogar unsere Gefühle. 

Der Darm ist auch das wichtigste Immunorgan des Menschen. Etwa 80 Prozent unserer Abwehrzellen sind hier angesiedelt. Unser Wohlbefinden hängt daher unmittelbar von einer gesunden Darmfunktion und einer intakten Darmflora ab.  

Darmfunktionsstörungen äußern sich etwa durch Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung. Auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Hauterkrankungen, das Leaky-Gut-Syndrom, Reizdarm, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Darmtumore oder Autoimmunerkrankungen werden durch sie begünstigt. Störungen im Darm können zudem für Konzentrationsprobleme, ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder depressive  Verstimmungen ursächlich sein.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kennt die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der Vitalpilze – synonym Heilpilze genannt – bereits seit Jahrhunderten. Auch bei Störungen der Darmflora und Erkrankungen des Darms hat sich ihre Anwendung gut bewährt. 

Als Basispilze zur Darmsanierung, bei Störungen der Darmflora sowie generell bei allen Darmerkrankungen empfehlen sich der Hericium und der Pleurotus. Der Hericium entfaltet eine regenerierende und schützende Wirkung auf die Darmschleimhaut. Zudem besitzt er nervenstärkende Kräfte und trägt zur Beruhigung eines überreizten Verdauungssystems bei. Das ist etwa bei stressbedingten Darmbeschwerden hilfreich. Dem Pleurotus wiederum wird eine stärkende Wirkung auf die Darmflora zugeschrieben, denn er fördert die Ansiedlung der guten probiotischen Bakterien im Darm. Dies kann vor allem nach der Einnahme von Antibiotika und beim Leaky-Gut-Syndrom von Nutzen sein.  

Ein weiterer wichtiger Vitalpilz bei Darmproblemen ist der Reishi, der in China übrigens „Pilz des tausendjährigen Lebens“ genannt wird. Besonders bei Beschwerden und Erkrankungen, die mit Schmerzen und Entzündungen einher-gehen, kann er sich günstig auswirken. Aufgrund seiner histaminsenkenden Wirkung hilft er zudem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien. Reishi stärkt außerdem das Immunsystem und damit die gesunde Darmfunktion. Zusätzlich zu Hericium, Pleurotus und Reishi stehen in der naturheilkundlichen Praxis weitere Vitalpilze für die ganzheitliche komplementäre Therapie der verschiedenen Darmbeschwerden und -erkrankungen zur Verfügung.  

18. Mär 2026

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Gesundheit

Ungewollt kinderlos

Für viele Paare gehört der Wunsch nach einem eigenen Kind fest zum Lebensplan. Doch bei rund 15 bis 20 Prozent der Paare in Deutschland bleibt dieser Wunsch unerfüllt¹. Damit beginnt für viele nicht nur ein körperlich, sondern auch emotional herausfordernder Weg. Untersuchungen, Behandlungszyklen, hormonelle Messwerte, Wartezeiten – der Gedanke an ein Baby bestimmt den Alltag. Das eigentliche Leben gerät dabei oft in eine Warteschleife. Urlaube lassen sich kaum planen; der nächste Karriereschritt? Scheint mit einer kommenden Schwangerschaft nur schwer vereinbar. Auch die finanzielle Seite ist belastend. Wiederholte Fruchtbarkeitsbehandlungen bedeuten erhebliche Kosten. Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. In dieser schwierigen Situation spielt begleitende psychotherapeutische Unterstützung eine zentrale Rolle. Wenn man sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Ratlosigkeit und tiefer Trauer nach der nächsten Fehlgeburt irgendwann fragt: Bin ich genug, auch ohne Kind? Was erfüllt mein Leben, auch wenn ich keine Mutter bin? >Für viele Paare geht es irgendwann längst nicht mehr nur um die Frage, ob sie ein Kind bekommen, sondern auch darum, wie lange sie den physischen, psychischen und finanziellen Druck durchhalten können. Die Ursachen dafür, warum eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt, können komplex sein und sind nicht immer eindeutig zu bestimmen. Daher suchen viele Paare ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik nach Wegen, um die Voraussetzungen für eine Empfängnis ganzheitlich zu fördern, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Naturheilkundliche Ansätze können dabei wertvolle Impulse geben. So kann Akupunktur im Rahmen einer IVF (In-vitro-Fertilisation) den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, in dem sie bei Männern die Spermienqualität verbessert und bei Frauen die Funktion der Eierstöcke unterstützt. Ganzheitliche Therapiekonzept verbinden unterschiedlichste Behandlungen um körpereigene Prozesse zu harmonisieren, von der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über Mikronährstoff- und Ordnungstherapien bis hin zu therapeutischen Massagen. Ebenso können Achtsamkeitstraining, Yoga oder Entspannungsverfahren helfen, Druck abzubauen und das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren. Wenn IVF dann sprichwörtlich gefruchtet hat, wird das Wunder des entstehenden Lebens erst richtig bewusst. Ein unerfüllter Kinderwunsch bleibt eine vielschichtige Herausforderung, die medizinische, emotionale und soziale Aspekte gleichermaßen berührt. Unterstützungsangebote können Paare entlasten und ihnen helfen, den Weg durch Diagnostik und Behandlung selbstfürsorglicher zu gestalten. Letztlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu erkennen – und liebevoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehört die Offenheit für das, was möglich ist, aber auch die Akzeptanz für das, was nicht. ¹ Quelle: Deutsches IVF-Register (Jahresbericht 2024)

29. Jan 2026

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Gesundheit

Ayurveda – Personalisierte Prävention – mit Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences

![naturhotel_chesa_valisa_dr.dinu_spa_lächeln_gerader_blick_nah_holzwand Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/naturhotel_chesa_valisa_dr_dinu_spa_laecheln_gerader_blick_nah_holzwand_Online_006187468b.jpg) ``` Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences ``` **Was verrät die Konstitutionsbestimmung?** Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person. **Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?** Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden. **Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?** Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge. >Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen