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28. Jan 2019

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Business

Der Sand muss raus aus dem Getriebe – damit der Wirtschaftsmotor Geschäftsreisen weiterhin rundläuft

Journalist: Dirk Gerdom

Das Jahr 2018 war für deutsche Unternehmen und ihre Geschäftsreisenden kein einfaches Jahr. Das klingt, blickt man auf die Zahlen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zunächst paradox. Das Bruttoinlandsprodukt ist solide gewachsen und auch die Geschäftsreisetätigkeit der Firmen ist unvermindert hoch. Hinzu kommt, dass die fortschreitende Digitalisierung neue disruptive Geschäftsmodelle ermöglicht und dem Business-Travel-Markt eine immense Dynamik verleiht. Es bewegt sich also einiges in der Welt der Geschäftsreise – oder etwa doch nicht? Das sprichwörtliche Wasser im Wein ist ein Phänomen, das viele Menschen in Deutschland mittlerweile tagtäglich erleben: Verkehrsmittel sind unzuverlässiger geworden. Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnverbindungen, lange Wartezeiten an Sicherheitskontrollen sowie kilometerlange Staus auf den Autobahnen gehören inzwischen für die meisten Reisenden zum Alltag.

Das zehrt nicht nur an den Nerven, sondern führt auch dazu, dass Geschäftstermine teilweise nicht oder nur verspätet wahrgenommen werden können. Kurzfristige Umbuchungen und Stornierungen verursachen den Unternehmen Mehrkosten – von finanziellen Einbußen durch geplatzte Geschäftsabschlüsse ganz zu schweigen.

Klar ist: Je länger Geschäftsreisende etwa an ineffizienten Sicherheitskontrollen warten müssen, desto größer ist der Produktivitätsverlust für Unternehmen. Ausfälle und Verspätungen von Verkehrsmitteln gefährden ganze Dienstreisen und damit auch deren unternehmerische Zwecke. Was viele vergessen: Geschäftsreisen sind ein immenser Wertschöpfungsfaktor. Deutsche Unternehmen geben für Reisen ihrer Mitarbeiter jährlich mehr als 50 Milliarden Euro aus. Das betriebliche Mobilitätsmanagement kümmert sich um die Interessen der Unternehmen und der Mitarbeiter in Fragen der Nachhaltigkeit, Sozialverantwortung, Sicherheit, Datenschutz und Kosteneffizienz. Da ist nur logisch: Wo Reisehindernisse entstehen, wird Business bald nicht mehr „as usual“ funktionieren.

Damit der Wirtschaftsmotor Geschäftsreisen nicht ins Stocken gerät, müssen alle Beteiligten den Sand aus dem Getriebe kehren. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist eine leistungsfähige und verlässlich funktionierende Verkehrsinfrastruktur – auf der Straße, auf der Schiene und in der Luft – essenziell. Zudem bedarf es einer besseren Kundenorientierung und Wertschätzung, einer schnellen und vertrauenswürdigen Kommunikation und weniger Bürokratie. Packen wir es an!

Dirk Gerdom,
VDR-Präsident

28. Sep 2026

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