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24. Jun 2026

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Gesundheit

Der stille Gamechanger für Körper und Gehirn

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Curated Lifestyle/unsplash+

Was Omega-3 genau ist, woher es kommt und wie es im menschlichen Körper wirkt. Und warum es insbesondere in den Wechseljahren ein echter Gamechanger sein kann.

Alle Welt redet von Omega-3, im Supermarkt schreien einen entsprechende Claims geradezu an. Der Hype um die mehrfach ungesättigte Fettsäure ist ernährungsphysiologisch absolut gerechtfertigt. Allerdings sollte man genau hinschauen und gezielt zu reinen Quellen greifen.

Die pflanzliche Omega-3-Form ist Alpha-Linolensäure (ALA), die vor allem in heimischen Saaten und Nüssen steckt. Aus ihr kann der Körper theoretisch die beiden langkettigen Formen Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) herstellen. In der Praxis funktioniert dieser Umbau beim Menschen allerdings nur sehr mühsam und in winzigen Mengen. Daher ist es sinnvoller, dem Körper die beiden aktiven, marinen Formen EPA und DHA direkt zuzuführen. Sie sind ein echtes Superfood für die Gesundheit, steuern wichtige Prozesse im Immunsystem und halten Herz, Gehirn und Augen fit. Während DHA vor allem dafür sorgt, dass der Kopf und die Sehkraft bis ins hohe Alter scharf bleiben, bilden beide Fettsäuren zusammen eine mächtige, natürliche Bremse gegen stille Entzündungen. Aber auch die pflanzliche ALA hat eine wichtige Aufgabe: Sie fungiert im Alltag als zuverlässiger Zellschutz und hilft dabei, das „schlechte“ LDL-Cholesterin in Schach zu halten.

Gerade für Frauen in den Wechseljahren gewinnt eine gute Versorgung mit Omega-3 an Bedeutung.

Gerade für Frauen in den Wechseljahren gewinnt eine gute Versorgung mit Omega-3 an Bedeutung. Aufgrund der hormonellen Umstellung in dieser Lebensphase steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier wirken die mehrfach ungesättigten Fettsäuren als natürlicher Schutz für Herz und Gefäße. Da in den Wechseljahren zudem die Neigung zu stillen Entzündungen im Körper zunimmt – was sich oft in Gelenkschmerzen äußert – hilft die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dabei, beweglich und schmerzfrei zu bleiben. Auch der oft beklagte „Brain Fog“ sowie depressive Verstimmungen können durch die nervenschützenden Eigenschaften von DHA positiv beeinflusst werden.

Während pflanzliche Lebensmittel wie Walnüsse, Lein- oder Chiasamen ALA-Fettsäuren liefern, sind die besten natürlichen Quellen für EPA und DHA fettreiche Seefische wie Lachs, Hering, Makrele oder Sardinen. Wer diese Sorten regelmäßig verzehrt, kann seinen Bedarf mitunter komplett über die Ernährung decken. Funfact: Genau genommen produzieren Fische Omega-3 gar nicht selbst, sondern nehmen es über die Nahrungskette auf, indem sie Algen fressen. Das ist auch der Grund, warum Zuchtlachs aus Aquakulturen heute deutlich weniger Omega-3 enthält als früher, da die Fische oft mit Getreidepellets gefüttert werden.

Insofern gilt Algenöl als das absolute Hochkonzentrat unter den Omega-3-Quellen. Allerdings ist es viel teurer als Leinöl, welchem oftmals EPA und DHA zugesetzt wird. Wer zu Ölen greift, sollte darauf achten, dass sie unter Omega-Safe-patentierten Bedingungen frisch gepresst werden.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.