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17. Jul 2026

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Gesundheit

Gesundheit neu denken – warum Longevity zur Zukunftsfrage für Deutschland wird – mit Eric Bussert

Journalist: Thomas Soltau

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Foto: Getty Images/unsplash, HanseMerkur

Deutschland steht an einem Wendepunkt: Wir werden älter, aber nicht automatisch gesünder. Gleichzeitig eröffnet Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, Krankheiten früher zu erkennen und Prävention neu zu denken. Für Eric Bussert, Vorstand Vertrieb und Marketing der HanseMerkur, ist klar: Wenn wir die Chancen von Longevity und KI nutzen wollen, braucht es ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Eric Bussert, Vorstand HanseMerkur

Warum gibt Deutschland so viel Geld für Gesundheit aus – und erzielt dennoch vergleichsweise schwache Ergebnisse? Wir investieren viel in die Behandlung von Krankheiten, aber zu wenig in deren Vermeidung. Nur rund fünf Prozent der Gesundheitsausgaben fließen in Prävention – angesichts steigender chronischer Erkrankungen ist das zu wenig. Hinzu kommen Defizite bei digitaler Infrastruktur, Dateninteroperabilität und einem strategischen Verständnis von Gesundheit als Zukunftsinvestition. So bleibt die Lücke zwischen Lebenszeit und gesunder Lebenszeit groß.

Warum sollten gesunde Lebensjahre zur zentralen Kennzahl werden? Weil sie darüber entscheiden, wie wir leben, arbeiten und alt werden. Es geht nicht darum, möglichst lange zu leben, sondern möglichst lange gesund, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben. Gesunde Lebensjahre beeinflussen Produktivität, Innovationskraft, Pflegebedarf und soziale Teilhabe. Sie sind damit ein wichtiger Maßstab für Wohlstand und gesellschaftliche Stabilität.

Warum wird die Bedeutung von Longevity in Deutschland unterschätzt? Viele verbinden Longevity noch mit Lifestyle oder Biohacking, dabei geht es um weit mehr: um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Je länger Menschen gesund bleiben, desto mehr wird das System entlastet, der Arbeitsmarkt gestärkt und die Lebensqualität verbessert. Als HanseMerkur haben wir repräsentative Zahlen eingeholt: Die Menschen wissen, dass Gesundheit aktives Handeln verlangt – aber Angebote und Anreize sind derzeit noch zu knapp.

Viele verbinden Longevity noch mit Lifestyle oder Biohacking, dabei geht es um weit mehr: um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Je länger Menschen gesund bleiben, desto mehr wird das System entlastet, der Arbeitsmarkt gestärkt und die Lebensqualität verbessert.

Wo liegen die größten Chancen von KI für die Gesundheit? KI kann Diagnosen früher und präziser machen, Risiken erkennen, bevor Symptome auftreten, und Ärztinnen und Ärzte entlasten. Multi-Krebs-Bluttests oder KI-gestützte Bildgebung sind erst der Anfang. Entscheidend ist, dass KI nicht nur Prozesse effizienter macht, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt – mit personalisierten Empfehlungen, die Prävention alltagstauglich machen.

Was braucht es, damit Prävention einen höheren Stellenwert bekommt? Prävention muss systematisch gefördert, gefordert und belohnt werden. Das beginnt bei Aufklärung, denn viele Menschen fühlen sich nicht ausreichend informiert. Es braucht niedrigschwellige Angebote, digitale Tools und klare Anreize. Vorsorge muss als Investition verstanden werden – nicht als Kostenfaktor.

Wie kann eine moderne Krankenversicherung Menschen aktiv beim Gesundbleiben unterstützen? Indem sie sich vom reinen Kostenerstatter zum Gesundheitspartner entwickelt: Prävention und Früherkennung stärker belohnt, KI für individuelle Begleitung nutzt, digitale Services bereitstellt und Kundinnen und Kunden aktiv unterstützt. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, möglichst viele gesunde Lebensjahre zu erreichen – für ein selbstbestimmtes, aktives Leben.

Infobox:

Gesund älter werden – Longevity-Umfrage der HanseMerkur Ein langes, gesundes Leben ist für viele Menschen ein zentrales Lebensziel. Das bestätigt eine aktuelle Longevity-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur: Für 52 Prozent der Befragten ist der Wunsch, gesund alt zu werden, der wichtigste Antrieb, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Genau hier setzt die HanseMerkur an – mit dem klaren Verständnis, Gesundheit nicht erst bei Krankheit zu begleiten, sondern frühzeitig zu fördern und langfristig zu erhalten.