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3. Nov 2020

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Gesellschaft

Der Weg zum Fluglotsen geht über die Akademie

Journalist: Armin Fuhrer

Otto Fischer über die Ausbildung bei der Deutschen Flugsicherung.

Otto Fischer, Leiter der Akademie der Deutschen Flugsicherung; Foto: Presse

Interessenten, die bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) eine Ausbildung absolvieren möchten, müssen vier Bedingungen erfüllen: Sie müssen das Abitur haben oder zumindest kurz davorstehen, dürfen nicht älter als 24 Jahre alt sein und sollten gute Englisch-Kenntnisse haben. Und sehr wichtig ist auch die medizinische Tauglichkeit. 

Die Ausbildung dauert rund drei Jahre. Sie beginnt mit einem Kurs an der Akademie der DFS, der zwölf bis 15 Monate dauert – je nachdem, ob die Ausbildung zum Tower- oder die zum Center-Lotsen angestrebt wird. Der Kurs ist in zwei Stufen gegliedert: nach dem Basis-Kurs erfolgt die Spezialisierung Richtung Tower oder Center-Lotse mit einem hohen praktischen Simulationsanteil. Am Ende haben die Absolventen die Student Licence erworben. An einem der Tower- oder Center-Standorte werden die Trainees dann unter Aufsicht von erfahrenen Ausbildern weiter ausgebildet, bis sie nach erfolgreicher Prüfung eigenverantwortlich Luftfahrzeuge lotsen dürfen. 

Die Ausbildung zum Fluglotsen kann auch im Rahmen eines Dualen Studiums Air Traffic Management absolviert werden. Die DFS kooperiert dabei mit der Hochschule Worms. Die Absolventen erwerben in drei Semestern theoretische Kenntnisse, zum Beispiel über Betriebswirtschaftslehre, Airline- und Airport-Operations. Die Ausbildung an der Akademie schließt sich unverändert an und ist Bestandteil des Studiums. Weitere Infos unter: www.dfs.de

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“