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3. Nov 2020

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Gesellschaft

Der Weg zum Fluglotsen geht über die Akademie

Journalist: Armin Fuhrer

Otto Fischer über die Ausbildung bei der Deutschen Flugsicherung.

Otto Fischer, Leiter der Akademie der Deutschen Flugsicherung; Foto: Presse

Interessenten, die bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) eine Ausbildung absolvieren möchten, müssen vier Bedingungen erfüllen: Sie müssen das Abitur haben oder zumindest kurz davorstehen, dürfen nicht älter als 24 Jahre alt sein und sollten gute Englisch-Kenntnisse haben. Und sehr wichtig ist auch die medizinische Tauglichkeit. 

Die Ausbildung dauert rund drei Jahre. Sie beginnt mit einem Kurs an der Akademie der DFS, der zwölf bis 15 Monate dauert – je nachdem, ob die Ausbildung zum Tower- oder die zum Center-Lotsen angestrebt wird. Der Kurs ist in zwei Stufen gegliedert: nach dem Basis-Kurs erfolgt die Spezialisierung Richtung Tower oder Center-Lotse mit einem hohen praktischen Simulationsanteil. Am Ende haben die Absolventen die Student Licence erworben. An einem der Tower- oder Center-Standorte werden die Trainees dann unter Aufsicht von erfahrenen Ausbildern weiter ausgebildet, bis sie nach erfolgreicher Prüfung eigenverantwortlich Luftfahrzeuge lotsen dürfen. 

Die Ausbildung zum Fluglotsen kann auch im Rahmen eines Dualen Studiums Air Traffic Management absolviert werden. Die DFS kooperiert dabei mit der Hochschule Worms. Die Absolventen erwerben in drei Semestern theoretische Kenntnisse, zum Beispiel über Betriebswirtschaftslehre, Airline- und Airport-Operations. Die Ausbildung an der Akademie schließt sich unverändert an und ist Bestandteil des Studiums. Weitere Infos unter: www.dfs.de

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.