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22. Dez 2022

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Gesellschaft

Die Küche – das Herz der Wohnung

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Ob offene Wohnküche oder enge Mini-Küche: Bei der Planung sollten alle Elemente sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Die Küche ist Treffpunkt für Familie und Freunde. Ohne Sitzplätze kommt sie daher nicht aus. Auch wenn nur wenig Platz vorhanden ist, bietet sich beispielsweise ein Ausziehtisch mit Klappstühlen an, der in einem Hochschrank integriert wird.

In einer größeren Küche ist man mit einer Kochinsel mit integrierter Essbar oder einer aufgesetzten Esstheke bestens beraten. Gemütliche Sitzbänke, die um einen freistehenden Esstisch herum gruppiert werden, sind dagegen in einer modern und urban interpretierten Landhausküche reizvoll. 

Im Trend sind auch offene Wohnküchen mit grifflosen Fronten. Die Farbtrends bei Küchenmöbeln umfassen Grau-Töne – von Hellgrau bis Schwarz, da diese sehr elegant wirken. Zudem lässt es sich gut mit warmen Holztönen kombinieren. Es ist jedoch zu empfehlen, nicht mehr als drei Grundfarben zu kombinieren, da zu viel Farbe zur Überreizung der Sinne führe.

Neben Küchenmöbeln, -geräten und geeigneter Arbeitsplatte gilt es auch, die passende Spüle samt Armatur auszuwählen. Die Armatur ist starker Beanspruchung ausgesetzt. Durchschnittlich wird sie im Familienhaushalt 75 Mal am Tag bedient – es lohnt sich somit, auf gute Qualität zu achten. Ein praktisches Extra ist eine ausziehbare Schlauchbrause, am besten mit verstellbarem Strahl. Auf die Spüle konzentrieren sich etwa 60 Prozent der Tätigkeiten in der Küche. Darum sind bei der Kaufentscheidung nicht nur Design, Farbe und Größe wichtige Kriterien, Qualität und Material spielen ebenso eine entscheidende Rolle. Äußerst beliebt ist zeitloser Edelstahl, da er sehr hygienisch ist, durch brillanten Glanz überzeugt und sich in nahezu jedes Ambiente integrieren lässt. Wer Farbakzente mit der Spüle setzen möchte, ist mit Keramik und Silgranit gut bedient. Keramik ist pflegeleicht und fügt sich sowohl in die traditionelle als auch moderne Küchengestaltung ein. Silgranit-Spülen sind außerordentlich robust, schmutzabweisend und ebenfalls pflegeleicht. Sehr groß ist das Angebot an Zubehör für die Spüle: Es vergrößert die Arbeitsfläche und gestaltet sie ergonomisch. Spülen mit einem großen Becken und einer geräumigen Abtropffläche ermöglichen fließende Bewegungsabläufe. Dazu sind über die Spülenlänge verschiebbare Schneidbretter sowie frei im Becken positionierbare Funktionsschalen erhältlich – sehr praktisch! Eine weitere komfortable Ergänzung ist ein Abfallsystem unter der Spüle. Denn ein Umherlaufen mit Gemüseresten oder Eierschalen quer durch die Küche ist lästig – und welcher „Chef de Cuisine“ will das schon?

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.