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5. Jul 2024

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Gesundheit

Die Verschönerung der Zähne ist in jedem Alter möglich

Journalist: Chan Sidki-Lundius

3 Fragen an Dr. med. dent. Judith Aufenanger, Expertin für ästhetische Zahnmedizin aus Küsnacht (Kanton Zürich)

_DSC9445-bab (1).jpg Dr. med. dent. Judith Aufenanger, M.Sc., M.Sc, Zahnärztin, Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (D)

Die Nachfrage nach ästhetischen Zahnkorrekturen steigt. Ist das auch was für Best Ager?

Ja, unbedingt. Viele Menschen in der zweiten Lebenshälfte unterziehen sich einer Aligner-Zahnspangenbehandlung oder Veneertherapie. Gerade in diesem Alter treten viele Veränderungen im Körper auf und man beginnt, sich nach neuer Anerkennung und Attraktivität zu sehnen. Da liegt es nahe, sich ein wundervolles Lachen ins Gesicht zaubern zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Veneers und Alignern?

Aligner-Zahnspangen sind durchsichtige Zahnschienen, die die Zähne Schritt für Schritt verschieben und begradigen. Das dauert zwischen sechs und 24 Monaten. Bei Veneers handelt es sich um hauchdünne Keramikschalen, die auf die Frontflächen der Zähne geklebt werden. Mit Veneers kann man auch leichte Stellungskorrekturen durchführen und zusätzlich die Zahnform und -farbe verbessern.

Warum gehört diese Form der zahnärztlichen Behandlung in Expertenhände?

Egal welche Therapie, ein Experte ist ein Profi auf seinem Gebiet. Er kann Risiken und Komplikationen einschätzen, sieht mögliche Probleme von Anfang an und weiss, wie er die Zähne zu behandeln hat, damit es langfristig ein Erfolg wird. Einem Freund, der seine Zähne im Ausland machen liess, ist gerade zum zehnten Mal etwas an den neuen Zähnen abgebrochen. Als ich mir seinen Biss anschaute, wusste ich: Das kann nicht funktionieren.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.