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6. Aug 2020

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Gesundheit

Digital gegen Mückenstiche vorgehen

Juckende Insektenstiche können einem den Sommer ganz schön verderben. Dank einer neuen Erfindung für das Smartphone ist das jetzt Geschichte.

Dass Juckreiz und Schmerz nach Mückenstichen schnell und effektiv mittels Wärme behandelt werden können, ist schon lange bekannt. Die bisher verfügbaren batteriebetriebenen Geräte sind jedoch aufgrund der Größe recht unpraktisch und nicht immer gleich zur Hand. 


Das innovative Medizinprodukt heat_it wird einfach in den Ladeanschluss eines Smartphones gesteckt und per App individuell gesteuert, so können unterschiedliche Einstellungen für Kin-der und Erwachsene gewählt werden. Er ist in etwa so groß wie ein Würfelzucker und somit jederzeit zur Hand. Der heat_it ist als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert und wird vom Start-up selbst „Made in Germany“ produziert. Mit der kostenlosen heat_it App wird der heat_it zum smarten Medizinprodukt für Familien, Technikfans und Outdoor-Freunde.

Die Idee entstand im Rahmen des Studiums am Karlsruher Institut für Technologie und führte 2018 zur Gründung der Kamedi GmbH. „Eine studentische Erfi ndung als Medizinprodukt auf den Markt zu bringen ist ein abenteuerlicher Weg. Wir sind überglücklich, dass das jetzt so erfolgreich geklappt hat“, freut sich Mitgründer Lukas Liedtke. Der heat_it ist neben dem eigenen Onlineshop auf www.heatit.de auch bei Amazon, Mediamarkt, Saturn, in Outdoor-Fachgeschäften und in Apotheken erhältlich.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.