28. Apr 2026
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Lifestyle
Journalist: Julia Butz
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Foto: Jamie Lee Arnold
OttoBulletproof alias Otto Karasch zeigt auf seinem gleichnamigen YouTube‑Kanal Survival-Touren und Bushcraft-Challenges von der Arktis bis zum Regenwald. Dabei lässt sich der „kugelsichere Otto“ auch von härtesten Bedingungen nicht aus der Ruhe bringen. Als sympathischer Kumpel nimmt er die Community mit ins nächste Abenteuer und zeigt nebenbei, wie man ein Feuer bei Minusgraden entfacht oder im Dauerregen einen trockenen Schlafplatz baut. Seine Videos leben von echter Erfahrung und einer tiefen Liebe zur Natur.

Ottogerd Karasch, YouTuber & ehem. Fallschirmjäger
Otto, woher kommt deine enge Naturverbundenheit? Ich bin ein Kind vom Land, quasi „grün“ von Geburt an und habe früh gelernt, Ressourcen zu schätzen. Heute bin ich ständig unterwegs, oft in Gegenden ohne Empfang. Kein Smartphone, kein Social Media, nur ein Satellitenmessenger für Notfälle. Ich beschneide mich damit ganz bewusst im Konsum. Das macht mir immer wieder deutlich: Man kommt auch mit weniger klar. Und genau das genieße ich. Natürlich ist es ein absolutes Privileg, dass ich damit mein Hobby zum Beruf machen konnte.
Wächst mit deiner wachsenden Popularität auch ein Stück weit die Verantwortung für den Schutz der Natur? Ich denke schon, daher engagiere ich mich zum Beispiel bei Wilderness International. Über die Stiftung habe ich 10.000 m² Wald in Kanada gesichert, mit Partnern nochmal rund doppelt so viel an Regenwaldfläche. Als Wildnisbotschafter habe ich dort mit meinem Sohn die Forschungsstation in Peru besucht, wo wir Tierzählungen gemacht, Kaimane markiert und mitten im Dschungel übernachtet haben; das waren unvergessliche Momente. Target e. V. ist das Lebenswerk meines großen Vorbilds Rüdiger Nehberg und auch für mich ein echtes Herzensprojekt. Ich begleite ihre Mission, indem wir indigene Völker, wie die Saami in Schweden, beim Erhalt ihrer Schutzgebiete unterstützen.
Man kommt auch mit weniger klar. Und genau das genieße ich.
Wie sieht verantwortungsvolles Bushcraft aus? Das Wichtigste ist, achtsam in der Natur zu leben, respektvoll und vor allem spurlos. Für den Shelterbau nur Totholz nutzen und keine zu großen Bauten errichten. Feuer nur an genehmigten Spots, immer mit Wasserreserve als Back-up. Müll darf niemals liegen bleiben, und fremden Müll sollte man mitnehmen. Natürlich erlebt man die Natur in den USA oder Kanada anders als bei uns, einfach weil viel mehr davon da ist. Hierzulande ist alles dichter besiedelt, regulierter und nicht immer klar: Wo ist Zelten okay, wo nur Biwakieren erlaubt? Wo darf ich Feuer machen und welche Bereiche sind tabu? Das sollte einen aber nicht davon abhalten, sich zu informieren und mehr in der Natur zu sein. Also: rausgehen, mit der Family, mit Freunden und gemeinsam eine schöne Zeit haben. Übrigens ist es auch nicht so, dass hinter jedem Busch gleich ein Wildschwein wartet. Das wird gern mal überdramatisiert, ist aber alles gar nicht so wild – im wahrsten Sinne des Wortes.
Neuestes Outdoorprojekt von OttoBulletproof: der Creator Run vom 24. bis 26. April. Ein 48-Stunden-Hindernisparcours bei dem prominente Content-Creator in 2er-Teams gegeneinander antreten, moderiert von Fritz Meinecke und David Henrichs aka DAVE.