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20. Jun 2022

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Gesellschaft

Drei Fragen an Sylvia Schäfer-Kopplin

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Presse Killy Sikkema/unsplash

Die Leiterin Produktmanagement Baufinanzierung der Wüstenrot Bausparkasse AG spricht im Interview über die aktuelle Finanzierungslage.

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Sylvia Schäfer-Kopplin, Leiterin Produktmanagement Baufinanzierung der Wüstenrot Bausparkasse AG

Worauf müssen potenzielle Kreditnehmer aktuell achten?

Es sollte ein ausreichender Puffer bei Neubauten eingeplant werden. Selbst bei „Festpreisen“ sind nicht alle Leistungen enthalten, die für die Fertigstellung nötig sind. Ganz wichtig ist auch die Zinsbindung. Je kürzer die Zinsbindung, desto niedriger ist der Zinssatz. Doch niemand sollte sich darauf verlassen, dass er den Anschlusskredit in fünf oder zehn Jahren noch zu so günstigen Zinsen bekommt wie heute.

Was sind die häufigsten Fehler? 

Die Achillesferse vieler Baufinanzierungen: Es mangelt an Eigenkapital. Auch die finanzielle Belastbarkeit wird oft überschätzt und die Flexibilität durch starre Kreditraten beschränkt.

Wie früh sollte man sich um eine Anschlussfinanzierung kümmern?

Eigentlich schon sofort bei Abschluss der Finanzierung: Am besten man lässt sich für jedes Darlehensangebot ausrechnen, wie hoch die Rate nach dem Ende der Zinsbindung ausfällt, falls der Zinssatz für den Anschlusskredit auf fünf oder sechs Prozent steigt. Für bereits länger laufende Finanzierungen empfehlen sich auch Forward-Darlehen, die mit einer Vorlaufzeit von bis zu fünf Jahren abgeschlossen werden können.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“