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21. Mär 2023

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Business

Fahrzeugimport – Darauf kommt es an

Journalist: Thomas Soltau

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Foto: Erik McLean/pexels

Ein Autoimport in die Schweiz ist mit einigem Aufwand und vielen Gebühren verbunden. Es gibt Voraussetzungen, die Importeure beachten müssen, bevor ein Fahrzeug eingeführt werden kann.

Der Import eines Fahrzeugs in die Schweiz ist ein komplexer Prozess. Der Grund: Die Schweiz gehört nicht zum Zoll- und Steuergebiet der EU. Selbst dann, wenn man sich vor dem Import sorgfältig über alle Regularien informiert hat, kann es Schwierigkeiten geben. Mehrwertsteuer, CO₂-Abgabe, Automobilsteuer und Zollgebühren – das sind nur einige von vielen Hürden. Neben den Zollgebühren muss man auch die Dauer beachten, die vom Kaufdatum bis zur Auslieferung des Fahrzeugs vergehen. Es können Wochen ins Land ziehen, ehe das Fahrzeug in die Schweiz geliefert wird. Zudem kommt es auf den Einzelfall an, welche Kosten zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis beim Import anfallen. Das hängt ab vom Transport, von etwaigen Zollkosten und von den Gebühren, die für eine eventuell nötige technische Überprüfung des Autos anfallen. Die meisten Länder, die Fahrzeuge an die Schweiz liefern, haben strenge Regeln und Verfahren, die die im Rahmen des Importprozesses eingehalten werden müssen.

Zunächst sollten sich Importeure über die Zollgebühren informieren, die man für die Einfuhr eines Fahrzeugs bezahlen muss. Die Höhe der Gebühr hängt vom Typ des Fahrzeugs ab, die man importieren möchte. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen. Fangen wir mit dem Gewichtszoll in der Schweiz an. Importieren Personen das Auto aus anderen Ländern, müssen Sie Zoll bezahlen – pro 100 kg Fahrzeuggewicht. Und zwar direkt bei der Zollstelle.

Als Nächstes fällt die Automobilsteuer an, die das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit erhebt. Diese liegt für Verbrenner in der Schweiz bei vier Prozent des Fahrzeugwertes. Nun wird es komplizierter: Für die Berechnung der Automobilsteuer wird die ausländische Mehrwertsteuer vom Kaufbetrag in der Fremdwährung abgezogen. Der neue Nettobetrag in Fremdwährung wird nun zum Zoll Devisenkurs umgerechnet. Dieser kann auf der Website des Zolls abgerufen werden. Als Ergebnis erhalten wir den Nettobetrag in Schweizer Franken. Davon werden dann vier Prozent Automobilsteuer in Rechnung gestellt – das gilt für leichte Nutzfahrzeuge im Stückgewicht von nicht mehr als 1‘600 kg sowie für Personenwagen. Einfacher ist es bei E-Autos: Für Elektroautos wird von der eidgenössischen Zollverwaltung keine Automobilsteuer bei der Einfuhr aus dem Ausland erhoben.

Auch die Mehrwertsteuer spielt beim Import in die Schweiz eine gewichtige Rolle. Momentan beträgt sie 7,7 Prozent. Unterschiede im Ablauf gibt es auch zwischen gewerblichen und privaten Kauf. Kauft ein Schweizer Bürger von einer deutschen Privatperson, so enthält der Kaufpreis keine 19 Prozent deutsche Mehrwertsteuer und kann auch nicht abgezogen werden. Kommt das Fahrzeug jedoch von einem deutschen Händler, kann sich der Käufer, nachdem Import in die Schweiz, die Mehrwertsteuer erstatten lassen – sofern er eine deutsche Ausfuhrdeklaration besitzt.

Ansonsten gelten in der Schweiz strenge Emissionsgrenzwerte für neue Fahrzeuge. Übersteigt das Auto einen bestimmten CO₂-Emissionswert, ist die CO₂-Abgabe fällig. Für Kleinimporteure entrichtet das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die CO₂-Abgabe und für Grossimporteure das Bundesamt für Energie BFE. Nach Erhalt des Verzollungsnachweises muss beim Bundesamt für Strassen ein Antrag eingereicht und gegebenenfalls die CO₂-Abgabe bezahlt werden. Die vom ASTRA erstellte CO₂-Bescheinigung wird dann für die Zulassung des Fahrzeugs benötigt.

Konkret berechnen sich die CO₂-Abgaben für das Referenzjahr 2023 wie folgt:
• für Personenwagen, die den CO₂-Grenzwert von 118 g/km überschreiten sowie
• für leichte Nutzfahrzeuge, die einen CO₂-Ausstoss von mehr als 186 g/km aufweisen – beide Werte gelten nach dem neuen WLTP-Messverfahren.

Eine CO2-Abgabe auf leichte Nutzfahrzeuge und Personenwagen wird auf Importautos erhoben, die erstmals in der Schweiz zugelassen werden und vor ihrem Import in die Schweiz höchstens sechs Monate im Ausland zugelassen waren. Ausnahmen gelten für Fahrzeuge, die bereits länger als sechs Monate im Ausland zugelassen waren. Sie fallen nicht unter die Pflicht zur CO₂-Abgabe für leichte Nutzfahrzeuge und Personenwagen und können anlässlich der ersten Inverkehrsetzung in der Schweiz ohne Prüfverfahren zur CO₂-Abgabe der Motorfahrzeugkontrolle (MFK) vorgestellt werden. Um das Fahrzeug in der Schweiz einlösen zu können, muss immer eine vollständige Abnahmeprüfung von der MFK erfolgen. Nachdem das Fahrzeug verkehrstauglich ist, erhalten Importeure die neuen Kontrollschilder meist direkt vor Ort bei dem Strassenverkehrsamt. 

Weiterhin sollten potenzielle Importeure beachten, dass die beschriebenen Posten nicht die einzigen Kosten sind, die bei der Einfuhr eines Fahrzeugs in die Schweiz anfallen. Es können auch andere Gebühren wie Transportkosten oder die Motorfahrzeugsteuer anfallen.
Daher ist es wichtig, dass der Inhaber des Fahrzeugs alle anfallenden Kosten im Vorfeld kennt, um eine böse Überraschung beim Import zu vermeiden. Wer alle Komplikationen umschiffen möchte, kann auch einen Dienstleister beauftragen, der dann alle Formalitäten übernimmt. So ein Unternehmen berechnet die Einfuhrkosten und erstellt danach alle notwendigen Verzollungsunterlagen für Fahrzeuge, die Importeure für die Ausfuhr sowie Einfuhr in die Schweiz benötigen. So ein Komplettangebot schont die Nerven, spart Zeit und bietet von Anfang an volle Kostentransparenz. Die Kosten für den Dienstleister könnten sich letztlich lohnen.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.

2. Apr 2026

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Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.

2. Apr 2026

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Arbeiten im Update-Modus

Die Spielregeln der Wirtschaft verändern sich rasant und mit ihnen die Frage, was Unternehmen heute wirklich erfolgreich macht: Neue Software wird eingeführt, Abläufe werden neu zugeschnitten, Entscheidungen stärker datenbasiert getroffen. Prioritäten verschieben sich spürbar im Tagesgeschäft, neue Produkt- und Serviceverständnisse entstehen und vertraute Routinen lösen sich auf. Hinzu kommen wachsende regulatorische Anforderungen: mehr Nachweise, klarere Regeln im Umgang mit Daten, Systemen und Verträgen. Was bislang informell funktionierte, muss nun sauber dokumentiert sein. Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. >Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. In dieser Verdichtung von Veränderungen wird deutlich, wie stark der Arbeitsalltag unter Druck steht. Nicht durch einen großen Umbruch, sondern vielmehr durch die vielen kleinen, kontinuierlichen Veränderungen, die parallel passieren. Und ja – ein großer Teil davon liegt auf den Schultern der Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist es, dass klar wird, warum sich Dinge verändern und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt. Erst dann entsteht aus vielen Maßnahmen ein stimmiges Gesamtbild. Wofür war noch gleich die nächste E-Learning-Schulung gut? Warum ist auch das nächste Compliance-Training wirklich wichtig? Die ehrliche Antwort: Weil Lernen heute einfach dazugehört. Nicht als Selbstzweck, sondern damit Orientierung entsteht, Sicherheit wächst und sich Arbeit eben nicht wie ein undurchdringlicher Regel-Dschungel anfühlt. Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives: ein gemeinsames Verständnis und die Fähigkeit, Veränderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten. >Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives.