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17. Jul 2026

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Business

„Fehlende Unabhängigkeit ist ein Problem“ – Eduard von Kymmel

Journalist: Armin Fuhrer

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Foto: Presse

In der institutionellen Kapitalanlage hat sich zuletzt ein deutlicher Trend hin zu Private Markets abgezeichnet: Pensionskassen und andere Vorsorgeeinrichtungen erhöhen ihre Allokationen in Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien, um Renditepotenziale und Diversifikationen zu nutzen. „Zugleich verschiebt sich damit das Risikoprofil – Illiquidität, lange Kapitalbindung, Intransparenz und potenzielle Interessenkonflikte treten stärker in den Vordergrund“, sagt Eduard von Kymmel, Rechtsanwalt und CEO von id Linked aus Luxemburg.

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Eduard von Kymmel, Rechtsanwalt und CEO von id Linked 

Herr von Kymmel, gibt es weitere Risikofaktoren? Ja, die gibt es. So kann es zu einer fehlenden Unabhängigkeit kommen, wie die Insolvenz des Karstadt Quelle Trusts zeigt. Sie ist auch auf strategische Fehlentscheidungen und ein zu spätes Reagieren auf Marktveränderungen zurückzuführen. Der Aufsichtsrat war zu stark intern geprägt und versäumte es, kritische Fragen zu stellen und externe Einschätzungen einzuholen.

Welche Lösungen sehen Sie denn für eine verbesserte Governance? Es braucht einen unabhängigen, zeitgemäß organisierten VR als zentrales Bindeglied zwischen strategischer Anlageentscheidung und operativer Umsetzung. Unabhängige VR-Mitglieder bringen eine objektive, externe Perspektive ein, stellen unbequeme Fragen, fördern Transparenz und stärken Governance-Strukturen. Damit reduzieren sie strukturelle und operationelle Risiken durch klare Prozesse, strategische Planung und Kontrolle, und erfüllen zunehmend auch regulatorisch relevante Funktionen. Sehr wichtig ist auch die Compliance-konforme Auswahl der VR-Mitglieder. Dafür gibt es geeignete Plattformen wie unsere.

Gilt das auch für steuerrechtliche Fragen? Ja, denn in Zeiten verschärfter internationaler Transparenzanforderungen – etwa durch OECD-Initiativen und EU-Regelwerke – unterstützen sie den steuerlichen Substanznachweis und helfen, „substanzarme“ Strukturen zu vermeiden.

Unabhängige VR-Mitglieder bringen eine objektive, externe Perspektive ein, stellen unbequeme Fragen, fördern Transparenz und stärken Governance-Strukturen. Damit reduzieren sie strukturelle und operationelle Risiken durch klare Prozesse, strategische Planung und Kontrolle, und erfüllen zunehmend auch regulatorisch relevante Funktionen.

Ist ein unabhängiger VR auch ein Zeichen an die Geschäftspartner? Ganz klar ja, denn ein professionell besetztes, mehrheitlich unabhängiges Board signalisiert gelebte Corporate Governance, Integrität und Professionalität.

28. Sep 2026

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