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31. Mär 2026

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Wirtschaft

Game Changer im Hochbau – mit Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler, Institutsleiter ift Rosenheim

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: Presse, Hartono Creative Studio/ unsplesh

Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler, Institutsleiter ift Rosenheim, fordert mehr Resilienz im Bauwesen.

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Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler, Institutsleiter ift Rosenheim

Pandemien, Naturkatastrophen, geopolitische Konflikte und Angriffe auf kritische Infrastruktur verändern unsere Gesellschaft spürbar. Technologische, ökologische und sozioökonomische Entwicklungen verstärken diesen Wandel.

Für die Baubranche heißt das: Unsere Gebäude müssen widerstandsfähiger werden. Es bedeutet, Störungen standzuhalten und sich anzupassen: durch robuste Bauweisen, Redundanz und flexible Konzepte. Digitale Frühwarnsysteme helfen, reichen allein aber nicht aus. Die Umsetzung der 9R-Strategien verändert Konstruktionen, Geschäftsmodelle und Verantwortlichkeiten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Ab 2027 wird der Digitale Produktpass Transparenz und Digitalisierung deutlich vorantreiben. Während im Basissegment höhere Produktivität, Digitalisierung, industrielle Fertigung und modulare Bauweisen nötig sind, um Kosten zu senken, stehen im Premiumsegment Design, Qualität, Individualität und Smart-Building-Technologien im Fokus. Unternehmen, die sich frühzeitig anpassen und starke Partnerschaften aufbauen, sichern ihre Zukunftsfähigkeit.

31. Mär 2026

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Wirtschaft

Der adaptive hydraulische Abgleich bringt mehr Effizienz – mit Dr. Bardia Rostami, Head of Business Development bei KALO

![250603_Rostami_Bardia_FINAL1_RGB Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/250603_Rostami_Bardia_FINAL_1_RGB_Online_70fcce6dac.jpg) ``` Dr. Bardia Rostami, Head of Business Development bei KALO ``` Während die Debatte um die Energiewende vor allem den Heizungstausch fokussiert, bleibt eine der kosteneffizientesten Maßnahmen oft unbeachtet: der hydraulische Abgleich. Denn in Mehrparteienhäusern führt ein unausgeglichenes System regelmäßig zu paradoxen Zuständen: Hier wird gefroren, dort bei offenen Fenstern überheizt. Beheben lässt sich das mit einem hydraulischen Abgleich, der durch die optimierte Wärmeverteilung auch die Effizienz der gesamten Heizungsanlage nachweislich verbessert. Deshalb ist er unter anderem verpflichtende Voraussetzung, um bestimmte staatliche Fördermittel beantragen zu können. Beim klassischen hydraulischen Abgleich stellt ein Fachhandwerker die Heizungsventile einmalig ein, bei Änderungen am System wird der Vorgang wiederholt. Das adaptive digitale Verfahren verfolgt einen anderen Ansatz: Vernetzte smarte Thermostate erfassen kontinuierlich Temperaturverläufe und passen die Ventilstellungen dynamisch an, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu unterstützen. Das ist nur möglich, wenn die Geräte im Systemverbund zusammenarbeiten. Sie ermöglichen einen TÜV-zertifizierten adaptiven hydraulischen Abgleich. Für Eigentümer ist dies eine geringinvestive, zudem vom BAFA mit 15 Prozent geförderte Maßnahme mit Hebelwirkung: Das Gebäude kann in eine bessere Energieeffizienzklasse aufsteigen, der Vermieteranteil an der CO₂-Abgabe sinkt. Zudem werden gesetzliche Anforderungen rechtssicher erfüllt. Mieter profitieren von mehr Komfort.