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13. Mär 2024

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Gesundheit

Gesundbrunnen Massage

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Ron Lach/pexels

Massagen von Füßen und Beinen revitalisieren, entspannen Körper wie Geist und verschaffen Linderung bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern.

Stark beansprucht und trotzdem oft vernachlässigt: Die Rede ist von Füßen und Beinen. Erst wenn sie schwer und müde werden oder gar schmerzen, erhalten sie in der Regel Aufmerksamkeit. Dabei sind Bein- oder Fußmassagen nicht nur eine Wohltat für Sportler, sondern für jeden Menschen. Entweder im Rahmen einer klassischen Ganzkörper- oder Shiatsu-Massage, als Fußreflexzonenmassage oder als explizite Teilkörpermassage.

Bei einer klassischen Beinmassage werden Muskeln, Bänder, Fett- und Bindegewebe mit verschiedenen Massagetechniken bearbeitet. Für jeden Teilbereich der Beine werden dabei spezielle Grifftechniken eingesetzt. Sanfte wie kräftige Streichungen von Waden und Oberschenkeln regen die Durchblutung an, lösen verklebte Faszien und lockern Muskelverspannungen. Schütteltechniken aktivieren den Stoffwechsel und können, wie der Druck auf bestimmte Punkte entlang der Energiebahnen (Meridiane) den Energiekreislauf anregen und Blockaden lösen. Mit einer Beinmassage können das schwere Beinsyndrom oder gar akute Schmerzen gelindert werden. Auch der Lymphkreislauf wird unterstützt. Bei geschwollenen Beinen oder Füßen aufgrund von Wassereinlagerungen (Ödemen) kann eine gezielte Lymphdrainage der Beine die Lymphstauungen lösen. Eine klassische Fußmassage dagegen wirkt mit kräftigen Ausstreichungen auf das komplexe System aus Muskeln, Sehnen und Nerven ein. Was viele nicht auf dem Radar haben: Eine Fuß- wie Beinmassage kann auch stressbedingte Symptome des vegetativen Nervensystems wie Nervosität, Schlaflosigkeit oder innere Unruhe lindern. Sie eignen sich daher sehr gut zum Abbau von Stress und Spannungen.

Im Unterschied zu einer klassischen Fuß- oder Beinmassage konzentriert sich die Fußreflexzonenmassage auf spezielle Bereiche der Fußsohle. Neben einer örtlich verbesserten Durchblutung des Fußes bewirken spezielle Grifftechniken eine gezielte Stimulation verschiedenster Reflexzonen. Durch gezieltes Drücken gelangen Reize über die Haut, Muskeln, Nerven sowie das Blut- und Lymphsystem zum Gehirn und von dort zu verschiedensten Organen. Auf diese Weise können nicht nur Blockaden und Verspannungen gelöst, sondern auch Selbstheilungskräfte aktiviert werden. So soll die Fußreflexzonenmassage eine anregende Wirkung auf das Immunsystem haben und kann auch das vegetative Nervensystem je nach Art der Stimulierung beruhigen oder anregen. Insofern eignet sie sich auch gut bei Schlafstörungen und dem Restless-Legs-Syndrom.

Ärztlich verschrieben werden Massagen heutzutage allerdings relativ selten. Und wer kann es sich schon leisten, regelmäßig auf eigene Kosten zur Massage zu gehen? Akupressurmatten, Fußroller aus Holz oder elektrische Massagegeräte für Füße und Beine sind eine mögliche Alternative. Im Fokus der meisten elektrischen Geräte steht die Akupressur-Massage der Fußsohlen mit verschiedensten Programmen. Während Massageplatten neben den Fußsohlen auch Körperpartien wie Beine oder Rücken stimulieren können, kommen in Iglu-Geräten auch die restlichen Fußpartien durch Luftdruck in den Genuss einer Massage. Mit einer zusätzlichen Vibrationsfunktion können auch Beine mit schwingenden und rhythmischen Bewegungen gelockert werden.

Interessanter Fakt:

Glücksbringer Massage Hautkontakt, Stoffwechselanregung und (Tiefen-)Entspannung im Rahmen von Massagen haben auch positive Wirkung auf die Psyche. So schüttet das Gehirn während jeder Art von Massage körpereigene Glückshormone sowie das Bindungshormon Oxytocin aus. Wissenschaftliche Studien belegen beispielsweise die positive Wirkung von Massage als Therapieergänzung bei der Behandlung von Depressionen oder Angststörungen.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.