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8. Jul 2019

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Lifestyle

Gesundheitsreisen im Trend

Journalist: Kirsten Schwieger

Im Urlaub nicht nur zu entspannen, sondern die Gesundheit zu fördern, boomt. Insbesondere Heilfasten- und Detox-Reisen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Vom Wochenendtripp mit Fastentag über die einwöchige Vitalkur in Tschechien bis hin zur dreiwöchigen Ayurvedischen Kur auf Sri Lanka: Gesundheitsreisen gibt es mittlerweile in unendlich Variationen über den ganzen Globus verteilt. Für Gesunde und für (chronisch) Kranke, mit diversen körperlichen wie medizinischen Schwerpunkten. Aufgrund des wachsenden Gesundheitsbewusstseins, medizinischen Fortschritts und des demografischen Wandels erlebt der Gesundheitstourismus schon seit einigen Jahren einen wahren Boom. Wobei zwischen reiner Wellness und Medical Wellness zu unterscheiden ist, welche eine Kombination aus Medizin, Prävention und Wellness unter Anleitung von Ärzten und Therapeuten darstellt.

Im Bereich Magen und Darm gibt es neben Mutter-und-Kind-Kuren oder Kurklinik-Aufenthalten für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen jede Menge Medical Wellness Aufenthalte mit dem Ziel, den Magen-Darm-Bereich gar nicht erst zur Problemzone werden zu lassen. Aus gutem Grund, denn ein gesunder Darm ist die Voraussetzung für ein starkes Immunsystem, für Wohlbefinden und ein gesundes, langes Leben. Ihm mit einer Gesundheitsreise etwas Gutes zu tun, ist also eine gute Investition in die Gesundheit. Allerdings nur, wenn auf Fasten, Darmreinigung oder -sanierung auch eine darmgesunde Ernährungsumstellung folgt. Denn die teuerste oder „härteste“ Detox-Woche nützt nichts, wenn sich danach wieder gewohnt ungesund ernährt wird. Auch Bewegung und Stressreduktion sollten nicht nur Urlaubs-Goodies sein, sondern nachhaltig in den Alltag integriert werden.

Die Königsdisziplin unter den diversen Anwendungen zur Reinigung und Entgiftung des Körpers ist die echte Ayurvedische Kur. Denn für die Jahrtausende alte, traditionelle indische Heilkunst haben alle Erkrankungen des menschlichen Körpers ihren Ursprung im Darm. Deshalb legt die ayurvedische Medizin einen großen Schwerpunkt auf die Behandlung des Verdauungstraktes mit dem Ziel, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren. Die wichtigsten Elemente dieser ganzheitlichen Gesundheitslehre sind Reinigungsverfahren, Kräutermedizin, individuell abgestimmte Massagen, Bewegungstherapie, sowie eine typgerechte, gesunde Ernährung. Um in den Genuss authentischer Behandlungsmethoden zu kommen, muss allerdings niemand mehr nach Sri Lanka oder Indien reisen. Gute Ayurveda Kuren gibt es mittlerweile in ganz Deutschland, oft unter Aufsicht von in Indien oder Sri Lanka ausgebildeten Ärzten.

Neben spezialisierten Anbietern offerieren inzwischen auch namenhafte Reiseveranstalter Gesundheitsurlaube. Seit Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung über grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung im Jahr 2014, auch in viele osteuropäische Länder. Allerdings gibt es bei Gesundheitsreisen beziehungsweise Medical Wellness grundsätzlich noch das Problem unklarer Qualitätsstandards, da sich noch kein Prüfsiegel durchgesetzt hat, wie Ökotest bemängelt. Auf der Webseite des Deutschen Berufsverband für Ayurveda finden sich immerhin Qualitätskriterien von Ayurveda-Kuren (www.ayurveda-verband.eu). Im Übrigen werden Gesundheitsreisen von den Krankenkassen bezuschusst, wenn es sich um qualifizierte Präventionskurse handelt. Allerdings handhaben die Kassen die Genehmigung sehr unterschiedlich.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.