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20. Apr 2026

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Wirtschaft

Gold ist der Endgegner der Krisen

Journalist: Armin Fuhrer

Das Edelmetall ist eine sichere Anlage – aber jeder, der darin investiert, muss sich auch klar sein, dass es kein „Get Rich Quick“-Scheme ist.

Viele junge Leute denken bei Gold an verstaubte Tresore und griesgrämige Bankberater in grauen Anzügen. Aber wer über Gold, aber auch andere Edelmetalle wie Silber, als Investment redet, meint nicht den Goldschmuck von der verstorbenen Oma, sondern spricht über Hard Assets – den ultimativen Flex für die finanzielle Freiheit.

Während Krypto-Kurse Achterbahn fahren und der Euro stets ängstlich auf die Inflationsgefahr schielt, stehen Edelmetalle da wie der Fels in der Brandung. Das hat einen guten Grund, denn man kann sie nicht einfach „drucken“ oder per Mausklick vervielfältigen. Gold und Co. sind eine harte Währung, an der sich nahezu jede Krise die Zähne ausbeißt.

Gold ist der Endgegner solcher Krisen unter den Wertanlagen. Seit Jahrtausenden am Start, hat es noch jede Krise, jeden Krieg und jede Währungsreform überlebt. Gold ist wie eine Versicherung. Es macht seinen Besitzer selten über Nacht zum Millionär, aber es sorgt dafür, dass er nicht bankrott geht, wenn die Weltwirtschaft mal wieder den Rage-Quit wählt.
Silber gilt als der „kleine Bruder“ des Goldes, zündet aber ebenfalls mit Raketenantrieb. Es ist allerdings deutlich volatiler als Gold – das heißt, die Kurse können auch mal ganz schön herumhüpfen. Das bedeutet mehr Nervenkitzel, aber auch mehr Rendite-Chancen. Und im Hinterkopf sollte man stets den Fakt haben, dass ohne Silber in unserem Alltag nichts läuft. Smartphones, Laptops, die Solarpanels auf dem Dach und E-Autos brauchen Silber. Somit ist es ein Hybrid aus Industriemetall und Wertanlage. Wenn die Tech-Branche boomt, geht Silber oft steil.

Es gibt auch echte Exoten im Depot wie Platin & Palladium. Diese Metalle sind seltener als Gold und extrem abhängig von der Industrie. Vorsicht: Die Spreads, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis, sind oft höher.

Während Krypto-Kurse Achterbahn fahren und der Euro stets ängstlich auf die Inflationsgefahr schielt, stehen Edelmetalle da wie der Fels in der Brandung.

Aber wie investiert man, ohne sich zu verzocken? Wer unbedingt physisch Barren oder Münzen sein Eigen nennen möchte, braucht ein sicheres Versteck oder ein Schließfach. Ansonsten bieten sich ETCs (Exchange Traded Commodities) an. Das sind Wertpapiere, die den Goldpreis eins zu eins tracken und super easy zu kaufen sind. Aber man muss unbedingt auf die „physische Hinterlegung“ achten, damit man im Ernstfall einen Anspruch auf das echte Metall hat. Eine weitere Möglichkeit ist, in die Firmen zu investieren, die Gold & Co. aus der Erde buddeln. Das birgt ein höheres Risiko, ist aber zugleich ein massiver Hebel, wenn die Preise steigen.

Jedem, der in Edelmetalle investieren möchte, muss aber auch klar sein, dass sie kein „Get Rich Quick“-Scheme sind. Sie sind das Fundament für ein Portfolio wie ein Outfit: Krypto und Einzelaktien sind die auffälligen Sneaker und die krasse Jacke, aber Gold und Silber sind die hochwertigen Jeans, die ewig halten. Als Standard-Move raten Experten, fünf bis zehn Prozent des Vermögens in Edelmetallen zu halten – zumindest für alle, die nachts ruhig schlafen wollen, während der Rest der Welt auf Social Media über den nächsten Crash „Crash out“ geht.

20. Apr 2026

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Wirtschaft

FONDS professionell KONGRESS gibt Orientierung in bewegenden Zeiten

Der 24. FONDS professionell KONGRESS am 28. und 29. Januar 2026 in Mannheim hat erneut seine Rolle als zentrale Plattform der Investmentbranche unter Beweis gestellt. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer neu ausgerichteten, schwer kalkulierbaren US-Politik unter Präsident Donald Trump, nutzten Vermögensverwalter und Investmentexperten die Veranstaltung intensiv für fachlichen Austausch und gezielte Weiterbildung. Mehr als 220 Aussteller sowie über 200 Fachvorträge spiegelten den enormen Informationsbedarf in volatilen Zeiten wider. Ein markantes politisch-strategisches Signal setzte Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Energy und Daimler Truck. Er plädierte für ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten Europas zwischen den Machtzentren USA und China. Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen. Chancen sieht Kaeser vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Daten und Rechenzentren sowie in neuen wirtschaftlichen Allianzen mit Schwellenländern, allen voran mit Indien. Inhaltlich dominierten Themen wie Aktien – insbesondere die „Significant Seven“ –, ETFs, Datenökonomie, Infrastruktur, Schwellenländer, Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen das Programm. Mit der Verleihung des DEUTSCHEN FONDSPREISES während einer festlichen Galanacht fand der Kongress schließlich einen würdigen Abschluss und bekräftigte seinen Anspruch, der Branche auch in bewegten Zeiten Orientierung zu geben. >Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen.

2. Apr 2026

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Business

Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.