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18. Dez 2020

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Gesundheit

Hilfe für den Körper

Journalist: Armin Fuhrer

Die Hoffnung, die viele Deutsche mit Nahrungsergänzungsmitteln verbinden, lautet: die Gesundheit erhalten oder wiederherstellten und das Immunsystem stärken. Doch ist das überhaupt möglich und ergibt es Sinn, solche Mittel zu nehmen? Grundsätzlich ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Das gilt aber nur für den Fall, dass die betreffende Person tatsächlich an einer Mangelerscheinung leidet.

Immerhin setzt die Branche jährlich hierzulande mehr als eine Milliarde Euro um und fast jeder hat schon einmal auf bestimmte Mittel zurückgegriffen. Ein bekanntes Beispiel ist das Vitamin D, das eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt. Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts einen Mangel. In diesen Fällen kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein, manchmal wird sie sogar ärztlich verordnet. Inzwischen gibt es zudem mehrere Studien, die einen flachen Verlauf einer COVID-19-Infektion mit der Einnahme von Vitamin D in Verbindung bringen.Ein wichtiger Baustein des Körpers 

ist auch das Zink, das ebenfalls für das Immunsystem wichtig ist. Sollte ein Mangel vorliegen, ist eine Nahrungsmittelergänzung ratsam. Viele Menschen greifen zudem gerne auf andere Mittel wie Kalzium für die Knochen und Magnesium für die Muskeln zurück. Das kann sinnvoll sein, aber der positive Effekt ist nicht wissenschaftlich erwiesen. Tatsächlich kann es aber Phasen geben, in denen bestimmte Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden. Vor der dauerhaften Einnahme eines Mittels ist die Konsultation eines Arztes ratsam.

Gerade weil Nahrungsergänzungsmittel nicht behördlich kontrolliert werden, sollte man auf eine gute Qualität der Produkte achten. In Deutschland her-gestellte Mittel erfüllen für gewöhnlich diesen Anspruch.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.