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16. Mär 2023

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Gesundheit

Ideale Hautpflege-Routine

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Content Pixie/unsplash

Gesunde, reine Haut ist das Ergebnis einer passgenauen und gewissenhaften täglichen Pflegeroutine. Worauf es dabei ankommt.

nser größtes Organ schützt 

uns vor Keimen und Schmutz, Umwelteinflüssen und UV-Strahlung, vor Austrocknung und schädlichen Substanzen. Um diese wichtige Barrierefunktion aufrechterhalten zu können, müssen wir unsere Haut schützen, stärken und pflegen. Eine effektive Hautpflege ist dabei immer auf den persönlichen Hauttyp abgestimmt. 

Der erste Schritt einer wirksamen Hautpflege-Routine ist eine gründliche Reinigung des Gesichts, morgens und abends. Auf diese Weise werden Schmutz, Talg und abgestorbene Hautschuppen entfernt. Dermatologen empfehlen milde Reinigungsprodukte mit möglichst wenig Zusatzstoffen. Die Produktpalette ist riesig und unterscheidet sich in Konsistenz und Inhaltsstoffen. Es gibt Gele, Cremes, Lotionen, Milch, Balsam oder Tücher für die tägliche Gesichtsreinigung. Die Wahl des Cleansers ist abhängig vom Hauttyp und von persönlichen Vorlieben. Die anschließende Anwendung eines Gesichtswassers (englisch: Toner) ist kein Muss, empfiehlt sich aber bei fettiger Haut. Gesichtswasser entfernen zusätzlichen Talg und bringen den pH-Wert der Haut wieder ins Gleichgewicht. Absolutes Muss am Abend vor der Reinigung ist ein gründliches Abschminken.

Im Anschluss an die Reinigung folgt die Hautpflege, denn Wirkstoffe können nur dann effektiv in die Haut eindringen, wenn diese sauber ist. Allen Hauttypen gemeinsam ist dabei die Versorgung mit Feuchtigkeit und der Schutz vor UV-Licht. Für die morgendliche Routine ist eine Feuchtigkeitspflege mit Lichtschutzfaktor essenziell. Die konkrete Produktauswahl sollte auf Hauttyp und Alter abgestimmt sein, morgens wie abends. Bei trockener Haut um die Augenpartie empfiehlt sich zusätzlich eine reichhaltige Augencreme. Die abendliche Pflege darf etwas umfassender sein. Anstatt oder vor einer Nachtcreme mit reichhaltigen Inhaltsstoffen eignen sich insbesondere hochkonzentrierte Seren. Falls eine Augencreme hinzukommt, lautet die Reihenfolge: Serum, Augencreme, Nachtcreme. Ein bis zweimal pro Woche empfiehlt sich die abendliche Verwendung eines auf den Hauttyp abgestimmten Peelings, eventuell ergänzt durch eine anschließende Gesichtsmaske.

Wer zu sehr trockener Haut neigt, muss diese nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern auch mit Fett versorgen. Nach einer milden Reinigung sollten reichhaltige, hautschützende und rückfettende Pflegeprodukte zum Einsatz kommen. Beispielsweise eine Ureahaltige Creme am Morgen und ein hochwertiges Öl für die abendliche Gesichtspflege. Auch bei einer Neurodermitis ist es wichtig, die Haut mit rückfettenden und feuchtigkeitsbindenden Pflegeprodukten vor dem Austrocknen zu bewahren. Betroffenen werden zudem Reinigungsprodukte ohne Reiz- oder Duftstoffe mit niedrigem pH-Wert empfohlen. Bei fettiger, unreiner Haut empfehlen sich pH-neutrale, ölfreie Waschlotionen sowie ölfreie Pflegeprodukte auf Wasserbasis. Auch Make-up und Sonnenschutzmittel sollten möglichst fettfrei beziehungsweise „nicht komedogen“ sein – also keine Inhaltsstoffe beinhalten, die Mitesser verursachen könnten. Gegen Akne-Pickel empfehlen Dermatologen Präparate mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Salicylsäure und Benzoylperoxid.

Vier dermatologische Hauttypen
Gesunde Haut wird in vier, genetisch bestimmte, Hauttypen unterteilt: Normale, trockene, fettige und Mischhaut. Anders als der Hauttyp kann sich der Hautzustand im Laufe des Lebens verändern – beispielsweise durch hormonelle Veränderungen, Stress, Medikamente oder sogar jahreszeitenabhängig.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.