24. Jun 2026
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Gesundheit
Journalist: Christiane Meyer-Spittler
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Foto: Point Normal/unsplash
…sind momentan Probiotika und Präbiotika zur Lösung zahlreicher Beschwerden und Leiden. Doch was ist wirklich dran an dieser natürlichen Wunderwaffe?
Probiotika sind „lebende“ Bakterien, die in bestimmten Lebensmitteln vorkommen oder als spezielles Produkt in der Apotheke erhältlich sind. Präbiotika, ausgewählte Ballaststoffe, sorgen dafür, dass sich diese lebenden Organismen im Darm ernähren und vermehren können. Dort regeln sie nicht nur eine problemlose Verdauung, sondern beeinflussen viel mehr Vorgänge in unserem Körper, als uns bewusst ist.
So hat zum Beispiel eine gesunde Darmflora bei Frauen auch einen entscheidenden Einfluss auf die Scheidenschleimhaut. Darm- und Scheidenflora sind nicht nur von ihrer Lage her eng miteinander verbunden, sondern auch voneinander abhängig. Jeder Durchfall, jede Verstopfung wirkt sich auf die Scheide aus. Denn der Darm dient als Speicher für ihre bakterielle Besiedelung, womit eine gesunde Darmflora essenziell für eine gesunde Schleimhaut in der Vagina ist. Hier siedeln sich hauptsächlich Laktobazillen an; gibt es von ihnen zu wenig, kommt es bei der Vaginalflora zu einer Dysbalance. Das macht sie angreifbar für krankmachende Keime, Bakterien oder Pilzinfektionen.
Während die chemische Pharmazie rein auf die Symptombehandlung abzielt, resultieren Mikrokulturenpräparate aus der ursachenbedachten ganzheitlichen Medizin.
Ebenso verhält es sich bei Harnwegsinfektionen, wovon Frauen viel häufiger betroffen sind als Männer. Das liegt unter anderem an der kürzeren Harnröhre, wodurch Bakterien leichter in die Blase wandern können. Zudem begünstigt die Nähe zwischen Darmausgang und Scheide die Infektionsanfälligkeit.
Hiergegen gibt es nun neben Antibiotika auch anderweitige Produktlösungen, die Milchsäure oder Milchsäurebakterien enthalten. Sie üben über den Darm einen positiven Einfluss auf die Vaginalflora aus und regen zur Milchsäureproduktion in der Scheide an. Diese sorgt für ein saures Milieu auf der Schleimhaut und ist somit ein idealer Infektionsschutz gegen sämtliche Krankheitserreger.
Ein großer Vorteil der probiotischen Medizin gegenüber den chemischen Produkten liegt in deren Wirkweise. Während die chemische Pharmazie rein auf die Symptombehandlung abzielt, resultieren Mikrokulturenpräparate aus der ursachenbedachten ganzheitlichen Medizin. Und damit können auch spezifische Frauenkrankheiten, wie bakterielle Vaginose, Scheidenpilz oder wiederkehrende Blasenentzündung, nachhaltig beseitigt werden. Denn beim Einsatz der richtigen Probiotika bleibt die essenziell wichtige Darmflora erhalten, kommt wieder in ihr natürliches Gleichgewicht und kann Selbstheilungskräfte aktivieren.