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31. Mär 2026

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Wirtschaft

Kreislauf im Fokus

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Presse

interpack 2026: Orientierung in Zeiten des Wandels

Die interpack wird vom 7. bis 13. Mai 2026 erneut zum globalen Treffpunkt der Processing- und Packaging-Branche. Rund 2.800 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren in 18 ausgebuchten Hallen ihre Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Lebensmittel- und Pharmatechnologien bis hin zu Verpackungsmaterialien und Kennzeichnungstechnik.

Im Zentrum steht mehr denn je die Kreislaufwirtschaft. Mit der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) rücken Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit und Materialeffizienz in den Fokus. Die Regulierung betrifft nicht nur Endkundenverpackungen, sondern auch Transporthilfsmittel wie Paletten und Behälter. Gefordert sind tragfähige Mehrwegkonzepte, reduzierte Materialeinsätze und transparente Nachweise zur Herkunft sowie zur Recyclingfähigkeit von Packstoffen. Hersteller entwickeln hierfür neue Materialien und Strategien, um Abfall zu vermeiden und Stoffkreisläufe über alle Materialarten hinweg zu schließen.

Digitale Technologien spielen dabei eine Schlüsselrolle. KI-gestützte Systeme optimieren z.B. Verpackungen im Versand, indem sie Abmessungen großer oder unregelmäßig geformter Packstücke präzise erfassen. So lassen sich Materialeinsatz und Transportvolumen reduzieren, Schäden vermeiden und Prozesse effizienter gestalten – ein wichtiger Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz.

Angesichts steigender Nachfrage, begrenzter Ressourcen und komplexer Regularien bietet die interpack 2026 eine internationale Plattform für zukunftsweisende Lösungen, Austausch und Einordnung. Umfangreiche Informationen, die Aussteller- und Produktdatenbank sowie der Ticketshop sind online verfügbar unter: www.interpack.de

31. Mär 2026

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Wirtschaft

Der adaptive hydraulische Abgleich bringt mehr Effizienz – mit Dr. Bardia Rostami, Head of Business Development bei KALO

![250603_Rostami_Bardia_FINAL1_RGB Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/250603_Rostami_Bardia_FINAL_1_RGB_Online_70fcce6dac.jpg) ``` Dr. Bardia Rostami, Head of Business Development bei KALO ``` Während die Debatte um die Energiewende vor allem den Heizungstausch fokussiert, bleibt eine der kosteneffizientesten Maßnahmen oft unbeachtet: der hydraulische Abgleich. Denn in Mehrparteienhäusern führt ein unausgeglichenes System regelmäßig zu paradoxen Zuständen: Hier wird gefroren, dort bei offenen Fenstern überheizt. Beheben lässt sich das mit einem hydraulischen Abgleich, der durch die optimierte Wärmeverteilung auch die Effizienz der gesamten Heizungsanlage nachweislich verbessert. Deshalb ist er unter anderem verpflichtende Voraussetzung, um bestimmte staatliche Fördermittel beantragen zu können. Beim klassischen hydraulischen Abgleich stellt ein Fachhandwerker die Heizungsventile einmalig ein, bei Änderungen am System wird der Vorgang wiederholt. Das adaptive digitale Verfahren verfolgt einen anderen Ansatz: Vernetzte smarte Thermostate erfassen kontinuierlich Temperaturverläufe und passen die Ventilstellungen dynamisch an, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu unterstützen. Das ist nur möglich, wenn die Geräte im Systemverbund zusammenarbeiten. Sie ermöglichen einen TÜV-zertifizierten adaptiven hydraulischen Abgleich. Für Eigentümer ist dies eine geringinvestive, zudem vom BAFA mit 15 Prozent geförderte Maßnahme mit Hebelwirkung: Das Gebäude kann in eine bessere Energieeffizienzklasse aufsteigen, der Vermieteranteil an der CO₂-Abgabe sinkt. Zudem werden gesetzliche Anforderungen rechtssicher erfüllt. Mieter profitieren von mehr Komfort.