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24. Sep 2025

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Gesundheit

Investition mit Mehrwert: Bewegung und Ergonomie für ein Rücken-gesundes Leben – Ein Beitrag von Detlef Detjen (AGR)

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Foto: Presse

Rückenschmerzen gehören heute zu den verbreitetsten Volkskrankheiten in Deutschland.

Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR)* ergab, dass mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmenden aller Branchen in Deutschland mehrmals jährlich unter Rückenschmerzen leiden. Die Ursachen dafür sind vielfältig: am häufigsten liegen sie in einem bewegungsarmen Lebensstil, Fehlbelastungen, Stress sowie ungünstigen ergonomischen Bedingungen im Alltag.

Muskel-Skelett-Erkrankungen – insbesondere Rückenschmerzen – sind laut „Arbeitsunfähigkeitsdaten 2024“ des BKK Dachverbandes** für rund 20 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Dies zeigt: Rückenschmerzen sind weit verbreitet – und sie kosten nicht nur Lebensqualität, sondern auch Geld. In der AGR-Umfrage gaben Arbeitnehmende mit rückenfreundlicher Ausstattung an, 5,6-mal weniger von Rückenschmerzen betroffen zu sein, als Beschäftigte ohne ergonomischen Arbeitsplatz. Fazit: Wer ergonomisch arbeitet, hat nachweislich weniger Rückenschmerzen. Arbeitgebende, die in rückengerechte Ausstattung investieren, fördern nicht nur die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, sondern steigern zugleich deren Motivation und Produktivität.

Rückenschmerzen sind in vielen Fällen vermeidbar, denn Prävention beginnt im Alltag – rund um die Uhr. Ob im Büro, in der Schule, im Auto, beim Schlafen oder in der Freizeit: unser Rücken ist ständig gefordert. Wer hier auf ergonomisch gestaltete Produkte und ausreichend Bewegung achtet, kann Schmerzen effektiv vorbeugen. Die AGR zertifiziert seit nunmehr über dreißig Jahren in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Team aus Medizinern, Sport- und Bewegungswissenschaftlern sowie Therapeuten rückenfreundliche Produkte mit dem AGR-Gütesiegel.

Ein zusätzlicher, wichtiger und oft unterschätzter Aspekt ist das persönliche Umfeld. Denn Bewegung, Stressabbau, ausgewogene Ernährung und erholsamer Schlaf sind ebenfalls wichtige Bausteine, damit Rückenschmerzen erst gar nicht entstehen. Aber auch, wer bereits unter Rückenschmerzen leidet, sollte nicht zögern, aktiv zu werden – mit gezielter Bewegungstherapie, individueller Beratung und professioneller Begleitung durch medizinisches und therapeutisches Fachpersonal. Die Kombination aus Bewegung, ausgewogener Ernährung, erholsamen Schlaf, Stressabbau, Haltungsschulung und rückengerechter Alltagsgestaltung ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.