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15. Mär 2023

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Gesellschaft

Karrierewege der Gen Z

Journalist: Julia Butz

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Foto: Bruce Mars/unsplash

Personal Manager, die in zu engen Vorstellungen von Bildungs- und Karrierewegen denken und den lückenlosen Lebenslauf vorziehen, mindern das Potenzial eines ohnehin schwer umkämpften Personalmarktes.

Personal Manager, die in zu engen Vorstellungen von Bildungs- und Karrierewegen denken und den lückenlosen Lebenslauf vorziehen, mindern das Potenzial eines ohnehin schwer umkämpften Personalmarktes. Mit dem Eintritt der Generation Z in den Arbeitsmarkt sind seitens der Arbeitgeber Anpassungen erforderlich. Werte wie Flexibilität, Work-Life-Balance, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit sind von Leitbildern wie Einkommen und Status abgelöst worden. Im Zuge dessen spielt auch der klassische Karriereweg tendenziell eine geringere Rolle und Auslandsaufenthalte, sozial- oder gesellschaftlich relevante Engagements oder Sabbaticals werden von der Gen Z nicht als Lücke im Lebenslauf, sondern Bereicherung angesehen.

In einer heutigen agilen Arbeitswelt dürfen alternative Lebensläufe, die nicht dem traditionellen Bildungsweg gefolgt sind, nicht durchs Raster fallen. Recruiting-Methoden sollten diversifiziert werden, eine breitere Bewerbergruppe ansprechen und auch branchenfremden Quereinsteigern oder Kandidaten, deren Qualifikationen nicht exakt den Anforderungen des Stellenprofils entsprechen, berücksichtigen. Veraltete Recruiting-Mindsets, die auf zu starren Anforderungsprofilen basieren können hingegen talentierte Bewerber übersehen und somit wertvolle Chancen verpassen. Wer nicht nur Fachkenntnis entscheiden lässt, sondern Soft Skills wie große Motivation, eine Lern- und Veränderungsbereitschaft, eine hohe Auffassungsgabe oder z. B. eine starke generelle Affinität zu digitalen Themen berücksichtigt, kann noch unentdeckte Talente über Schulung und interne Einarbeitungsmodelle zu wertvollen Mitarbeitern aufbauen. Daher gilt es für Personaler den Blick auf den Menschen als ganzheitliche Person zu schärfen, im Sinne eines echten human Resources Managements.

12. Jun 2024

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Gesellschaft

3 Fragen an Maximiliane Kugler von „fabel”

![Gruenderinnen_online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Gruenderinnen_online_b36e03840f.jpg) ```Maximiliane Kugler gründete 2022 gemeinsam mit Alicia Faridi fabel – die Plattform für pflegende Angehörige``` **Wer kümmert sich um uns, wenn traditionelle Unterstützungsnetze fehlen?** Traditionelle Familienstrukturen befinden sich in Auflösung. Häufig übernehmen Familienmitglieder, insbesondere Frauen, die Pflege, was große Belastungen mit sich bringt. **Warum wird die Pflegeproblematik im öffentlichen Diskurs oft übersehen?** Pflege wird als private Angelegenheit betrachtet. Wir müssen dieses Thema in die öffentliche Diskussion einbringen und als Teil der Sozialpolitik behandeln. Die Pflegelandschaft braucht innovative Ansätze und eine Neubewertung ihrer gesellschaftlichen Rolle. Es ist entscheidend, dass die Gesellschaft das Thema Pflege ernst nimmt, da es jeden von uns betreffen wird. **Wie kann Technologie die Pflegesituation verbessern?** Technologie bietet bedeutende Möglichkeiten, die Pflegesituation zu verbessern. Durch den Einsatz digitaler Tools können wir Pflegeaufgaben effizienter gestalten und eine bessere Informationsvermittlung sicherstellen. Da pflegende Angehörige bereits den größten Teil der Versorgung übernehmen, helfen digitale Tools, Pflegeaufgaben besser zu verstehen. Somit ist die Digitalisierung der Schlüssel zu einem nachhaltigeren Pflegesystem.