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17. Jul 2026

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Business

KI verändert alles – mit Tim Schulze, Geschäftsführer von OIT (Open IT)

Journalist: Armin Fuhrer

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Foto: Presse

Die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität ist für kleine und mittlere Unternehmen heute größer denn je. Das resultiert aus der Einführung der Künstlichen Intelligenz in die Arbeitswelt, weil KI die Angriffsszenarien komplett verändert.

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Tim Schulze, Geschäftsführer von OIT (Open IT)

„KI hat viele positive Aspekte für die Arbeitswelt und bietet viele Erleichterungen. Gleichzeitig ermöglicht sie viele neue Angriffsmöglichkeiten, an die wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal gedacht haben“, sagt Tim Schulze, Geschäftsführer von OIT (Open IT) mit Sitz in Hamburg und Düsseldorf.

Herr Schuze, bedeutet das, dass Sicherheitslösungen für Unternehmen heute wichtiger denn je sind? Definitiv ja. Das gilt gerade auch für die kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn man sich zum Beispiel den Bereich der Phishing-Mails anschaut, muss man feststellen, dass die Bedrohung erheblich größer geworden ist, weil sich die Qualität dieser Mails deutlich verbessert hat. Das gilt für das Wording und die ganze Tonalität, die sich inzwischen oft nahezu perfekt an die des Unternehmens anpasst. Alles mit Hilfe von KI.

Welches sind denn die wichtigsten Angriffspunkte auf Unternehmen? Neben den erwähnten E-Mails vor allem Brut-Force-Attacken und die Infrastruktur generell. Das gilt auch für ungesicherte Router. Unter anderem ist der Energiesektor betroffen, weil Photovoltaik-Parks und Windenergieanlagen oftmals nicht ausreichend geschützt sind. Aber die Betreiber wachen langsam auf. Und dann gibt es natürlich den Faktor Mensch, der immer eine große Schwachstelle bleibt.

Das Problem ist derzeit noch, dass wir in Deutschland und Europa viel zu stark von den großen US-amerikanischen Unternehmen wie Microsoft und Google abhängig sind.

Ist das Bewusstsein für die Bedrohung im Mittelstand ausreichend? Leider nein. Das Problem sind oft die ganz kleinen Unternehmen. Manche Industriezweige interessieren sich nicht einmal für die verbindlichen NIS-2-Regelungen der EU.

Aber es existieren gute Schutzmöglichkeiten? Ja, es gibt Unternehmen wie unseres, die solche Lösungen anbieten. Das Problem ist derzeit noch, dass wir in Deutschland und Europa viel zu stark von den großen US-amerikanischen Unternehmen wie Microsoft und Google abhängig sind. Leider haben wir hier 20 Jahre verschlafen, aber das muss sich unbedingt ändern. Alternativen sind gefragt – und das schnell.

KI hat viele positive Aspekte für die Arbeitswelt und bietet viele Erleichterungen. Gleichzeitig ermöglicht sie viele neue Angriffsmöglichkeiten, an die wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal gedacht haben.

28. Sep 2026

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