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17. Mär 2021

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Gesundheit

Männergesundheit ist weit mehr als Penis und Prostata

Journalist: Prof. Dr. med. Frank Sommer

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Der Leitsatz des Philosophen Arthur Schopenhauer ist gerade für Männer eine oft schmerzliche Erfahrung.

Ich stehe morgens beim Zähneputzen einbeinig auf dem linken Bein und abends dann einbeinig auf dem rechten Bein, so dass ich täglich zweimal zwei Minuten Balance trainiert habe. Jetzt fragen Sie sich sicherlich, warum ich Ihnen das erzähle. Weil es eine einfache, aber sehr effektive Übung ist, etwas Gutes für Körper und Geist zu tun. Bewegung in sein Leben einzubauen, kann so viel Spaß machen und die Lebensfreude aktivieren.

Männer mögen es nicht sonderlich, wenn ihr Gesundheitsverhalten kritisiert wird: Fakt ist aber, dass Männer deutlich weniger gut auf ihren Körper achten als es beispielsweise Frauen tun! Mann betreibt viel lieber eine Reparaturmedizin, er geht also meist erst dann zum Arzt, wenn es weh tut.

Dabei ist Vorsorge auch für Männer gut: Wussten Sie z. B., dass Erektionsstörungen, wenn diese auf Gefäßerkrankungen wie die Arteriosklerose zurückgehen, ein früher Hinweis dafür sein können, dass man in den nächsten vier bis acht Jahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden oder sogar erblinden kann? Mit der einfachen und schmerzfreien farbkodierten Doppler-Duplex-Sonografie am Penis kann die Ärztin/der Arzt ein entsprechendes Risikoprofil erstellen.

Der Mann braucht darüber hinaus auch keine Angst zu haben, sich bei Erektionsproblemen so früh wie möglich an einen Arzt zu wenden, denn mittlerweile muss keiner mehr unter Erektionsstörungen leiden. Beim Männerarzt gibt es neben einer umfangreichen Diagnostik der Nerven mittels Biothesiometrie auch eine Möglichkeit, um die Potenzmuskelkraft anhand eines EMGs zu ermitteln, welches die elektrischen Signale der Penis- und Beckenbodenmuskulatur misst.

Weiß der Arzt schließlich, woran es dem Mann fehlt, lassen sich daraus entsprechende Trainingsprogramme ableiten, um die Manneskraft nachhaltig zu stärken. Wichtig ist aber immer: Keine Therapie ohne Diagnostik!

Besonders wichtig für die Männergesundheit sind ferner eine lebenslange körperliche Aktivität und ein gesunder Lebensstil, wobei die Ernährung und hygienische Maßnahmen auch eine zentrale Rolle spielt. Wer dies beherzigt, wird es sehr wahrscheinlich schaffen, 20 Jahre lang 40 Jahre alt zu sein.

Zu einer guten Vorsorgemedizin gehört der regelmäßige Check-up der Prostata, die sich gerade mit zunehmendem Alter wortwörtlich zum wunden Punkt des Mannes auswächst.

Nicht zu vergessen sind zudem die männliche Psyche und die mentale Gesundheit des Mannes. Stress und berufliche wie private Herausforderungen spielen heutzutage eine immer größer werdende Rolle für das Allgemeinbefinden. Deshalb, liebe Männer, kümmern Sie sich bitte auch um Ihr mentales Wohlergehen. Auf diese Weise und mit regelmäßiger Vorsorge fügt Ihr Eurem Leben nicht nur mehr Tage hinzu, sondern werdet an den gewonnenen Tagen sogar mehr Leben erfahren.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.