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31. Mär 2026

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Wirtschaft

Mehr Resilienz in einer geopolitischen Welt – Ein Beitrag von Dr. Claudia Schmucker, Leiterin des Zentrums für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie, DGAP und Dr. Stormy-Annika Mildner, Direktorin, Aspen Institute Deutschland

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Foto: DGAP, Presse

Deutschland als Wirtschaftsstandort steht vor erheblichen innenpolitischen und geopolitischen Herausforderungen.

Unser wirtschaftliches Erfolgsmodell steht unter Druck. Über Jahrzehnte beruhte die Stärke und Resilienz der deutschen Wirtschaft auf einer exportorientierten Industrie, offenen Märkten, eng verflochtenen globalen Lieferketten und einer regelbasierten Welthandelsordnung. In einem zunehmend fragmentierten geopolitischen Umfeld gerät dieses Modell jedoch an seine Grenzen. Internationale Konflikte, steigende Cyberbedrohungen und anfällige Lieferketten erhöhen die Risiken für wirtschaftliche Sicherheit und Wohlstand in Deutschland.

Gleichzeitig verschärfen innenpolitische Faktoren die strukturellen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort. Die wirtschaftliche Dynamik bleibt entsprechend schwach: Der IWF prognostizierte im Januar für 2025 und 2026 ein Wachstum von lediglich 0,2 bzw. 1,1 Prozent.

Der Außenhandel ist ein wichtiger Motor der deutschen Wirtschaft. Allerdings hat sich die Wettbewerbsposition deutscher Exporteure auch aufgrund externer Probleme deutlich verschlechtert. Ein wichtiger Grund hierfür liegt in der zunehmend protektionistischen Handelspolitik vieler Partnerländer. So haben die Vereinigten Staaten eine „America First“-Handelspolitik eingeschlagen, die einseitige amerikanische Interessen – auch gegenüber Verbündeten wie der EU – durchsetzen will. Zölle sind dabei das Mittel der Wahl.

Auch China nutzt seine wirtschaftliche Größe und industrielle Kapazitäten zunehmend strategisch, um politische Ziele durchzusetzen. Für Deutschland gewinnt dabei insbesondere das Thema wachsender Handelsungleichgewichte an Bedeutung („zweiter China-Schock“). Staatliche Subventionen, industrielle Überkapazitäten und begrenzter Marktzugang für ausländische Unternehmen verschärfen den Wettbewerbsdruck auf europäische Industrien.

Diese Entwicklungen machen eine Neuausrichtung der Außenwirtschaftspolitik erforderlich. Erste Schritte sind bereits erkennbar: Die EU hat ihre handelspolitischen Schutzinstrumente geschärft, um effektiver gegen unlauteren Wettbewerb und Marktverzerrungen vorzugehen. Zugleich wächst der politische Wille, neue handelspolitische Schutzinstrumente wie das Anti-Coercion-Instrument anzuwenden, um sich gegen politischen Druck aus dem Ausland zu wehren.

Überdies müssen Deutschland und die EU in langfristige Strategien zur Verringerung der externen Abhängigkeiten investieren – insbesondere bei kritischen Rohstoffen, Halbleitern und Energie. Dazu gehört eine klug ausgerichtete Industriepolitik, die hilft, heimische Produktionskapazitäten auszubauen und Forschung sowie Innovation nachhaltig zu stärken. Ohne diese Änderungen bleiben die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit der EU und Deutschlands anfällig für geopolitische und Marktverschiebungen.

20. Apr 2026

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Wirtschaft

FONDS professionell KONGRESS gibt Orientierung in bewegenden Zeiten

Der 24. FONDS professionell KONGRESS am 28. und 29. Januar 2026 in Mannheim hat erneut seine Rolle als zentrale Plattform der Investmentbranche unter Beweis gestellt. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer neu ausgerichteten, schwer kalkulierbaren US-Politik unter Präsident Donald Trump, nutzten Vermögensverwalter und Investmentexperten die Veranstaltung intensiv für fachlichen Austausch und gezielte Weiterbildung. Mehr als 220 Aussteller sowie über 200 Fachvorträge spiegelten den enormen Informationsbedarf in volatilen Zeiten wider. Ein markantes politisch-strategisches Signal setzte Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Energy und Daimler Truck. Er plädierte für ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten Europas zwischen den Machtzentren USA und China. Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen. Chancen sieht Kaeser vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Daten und Rechenzentren sowie in neuen wirtschaftlichen Allianzen mit Schwellenländern, allen voran mit Indien. Inhaltlich dominierten Themen wie Aktien – insbesondere die „Significant Seven“ –, ETFs, Datenökonomie, Infrastruktur, Schwellenländer, Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen das Programm. Mit der Verleihung des DEUTSCHEN FONDSPREISES während einer festlichen Galanacht fand der Kongress schließlich einen würdigen Abschluss und bekräftigte seinen Anspruch, der Branche auch in bewegten Zeiten Orientierung zu geben. >Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen.