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15. Mär 2023

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Gesellschaft

MINT-Könner gesucht!

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Julia Koblitz/Unsplash

Die Förderung von naturwissenschaftlichen Talenten wird auf dem deutschen Arbeitsmarkt gewünscht. Eine Annäherung an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Das Thema MINT beschäftigt die deutsche Wirtschaft fortlaufend; vor allem der dort herrschende Fachkräftemangel. Der Begriff fasst die Themengebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen; auch Geografie, Geologie oder die Nanowissenschaften gehören dazu. Im letzten April beispielsweise waren laut der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland rund 258.600 Stellen für entsprechende Fachkräfte unbesetzt.

Gute Arbeitschancen
Schulabsolventen mit passenden Noten im MINT- Bereichen sind also auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt. Durch ihre Fähigkeiten tragen sie grundlegend dazu bei, neue Technologien und Innovationen beispielsweise in der Industrie zu entwickeln. Zudem werden sie als analytische Köpfe auch in der Managementberatung geschätzt.

Das Bayrische Staatsministerium für Unterricht und Kultus erklärt auf seiner offiziellen Webseite: „Die Förderung der Interessen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im MINT-Bereich ist sowohl für die individuellen Zukunftschancen der Heranwachsenden als auch für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unseres Landes von zentraler Bedeutung.“ In Deutschland sind viele Vereine und Organisationen in der MINT-Förderung aktiv. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wirbt insbesondere darum, die traditionellen Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen für naturwissenschaftliche Thematiken zu begeistern.

Viel Auswahl
MINT-Talente schaffen es nicht nur, Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten in der Natur zu erkennen. Sie sind auch in der Lage, diese durch Modellen oder Theorien verständlich zu machen. Und das kann man schon früh üben: Bereits in der Grundschule werden kindgerechte MINT-Projekte angeboten, um das logische Denken und Hinterfragen zu fördern und eine Begeisterung für die Naturwissenschaften wachzukitzeln. Im besten Fall entwickelt sich diese in der Schulzeit immer weiter, so dass vielleicht sogar ein entsprechendes Studium in Betracht kommt. Hier ist die Auswahl groß: Wie der DAAD mitteilt, gibt es derzeit an deutschen Hochschulen mehr als 2.900 Studiengänge in der Fächergruppe Naturwissenschaften und Mathematik. Experten und Expertinnen raten Interessierten dazu, sich im Bachelorstudium erst einmal breit aufzustellen und im anschließenden Masterstudium eine Spezialisierung zu wählen, um sich damit auf ein Fachgebiet festzulegen.

Was muss man können?
Wer sich für den Weg in die Naturwissenschaft entscheidet, sollte ein hohes Maß an Disziplin und Struktur mitbringen. Abstraktionsvermögen und analytische Fähigkeiten zählen ebenso zu den Voraussetzungen wie Neugier und ein solides Vorwissen in Mathematik. In den Naturwissenschaften wird häufig in interdisziplinären Teams gearbeitet, auch an Schnittstellenpositionen. Deshalb ist es wichtig, in komplexen, fachübergreifenden Strukturen denken zu können.

Vorlieben im Bereich MINT sind traditionell eher den Männern zugeschrieben. Das wird durch die Zahl der Studienanfänger belegt: Bereits seit dem Wintersemester 2009/10 sind in Deutschland regelmäßig mehr männliche MINT-Erstsemester eingeschrieben. Im Semester 2021/22 waren es 743.609 männliche und nur 347.195 Frauen.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“