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23. Okt 2020

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Gesundheit

Mit dem richtigen Schlaf gegen Rückenschmerzen

Journalist: Alicia Steinbrück

Für Rückenschmerzen und -leiden gibt es viele verschiedene Auslö-ser. Bevor der Gang zum Arzt nötig wird, können Betroffene mit Tricks, Übungen und Hausmitteln ver-suchen, die Schmerzen zu lindern. Insbesondere der wichtige und rich-tige Schlaf ist eine wichtige – und oftmals unterschätzte – Komponen-te, wenn es um die Gesundheit des Rückens geht. 

Wie sehen überhaupt die idealen Rahmenbedingungen des perfekten Schlafes aus? Bereits hier gibt es zahlreiche Theorien und Uneinigkeiten. Dabei führt nicht nur Schlafmangel zu unerwünschten Folgen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Abgeschlagenheit oder sogar ernsthaften Erkrankungen wie Übergewicht, sondern auch zu viel Schlaf kann zu schädlichen Folgen wie Diabetes führen. Ideal sind, für gesunde Erwachsene, etwa sieben bis acht Stunden täglicher Schlaf. Neben dem Alter spielen aber auch die eigene körperliche Fitness oder etwaige Krankheiten in die ideale Schlafdauer hinein. Zwar hat jeder Mensch sein eigenes Wär-me- und Kälteempfinden, die optimale Schlaftemperatur liegt für Erwachsene aber in einem Bereich von 15 bis 18 Grad Celsius. Babys und Kleinkinder mögen es meistens etwas wärmer, hier sind 18 bis 19 Grad Celsius empfehlenswert. Achten Sie hier einfach auf Ihr eigenes Empfinden, um die beste Schlaftemperatur für sich herauszufinden. 

Die meisten Menschen verbringen ihre Nachtruhe am liebsten in der Seiten- oder Bauchlage – hierbei liegt die Wirbelsäule allerdings nicht gerade, wodurch es schnell zu Schmerzen kommen kann. Gerade in der Bauchlage entwickelt sich ein Hohlkreuz. Bauchschläfer können allerdings vorbeugen, indem sie ein kleines Kissen unter ihren Bauch legen. Die beste Schlafposition ist allerdings die Rückenlage. 

Neben diesen körperlichen Ursachen und Auslösern für Rückenschmerzen können Beschwerden auch durch etwaige psychische Belastungen entstehen. Dabei kann es sich um Probleme im privaten Bereich oder auch beruflichen Stress handeln. Die Muskeln stehen unter permanenter Anspannung, verkrampfen und schließlich entsteht unangenehmer Schmerz im Rücken. 

Besonders unangenehm und einschränkend wird es, wenn die Rückenschmerzen chronisch werden. Das bedeutet, dass dieUrsache der Schmerzen nicht eindeutig zurückzuführen ist, und die Schmerzen seit mindestens drei Monaten – in unter-schiedlicher Intensität – vorhanden sind. Damit die Leiden nicht chronisch werden, können Betroffene auf verschiedene Faktoren achten und durch unterschiedliche Maßnahmen vorbeugen. 

Neben den richtigen und individuell passenden Rahmenbedingungen im Schlafzimmer, also beispielsweise der Schlafposition und -temperatur, sollten einseitige Belastungen bestmöglich vermieden werden. Insbesondere Arbeitnehmer im Büro sind hiervon betroffen und sollten auf ausreichenden Ausgleich in Form von Bewegung achten. Die Basis einer erholsamen Nacht bilden, neben einem störungsfreien Schlafambiente, natürlich der Lattenrost und die passende Matratze. Auch die Größe der Liegefläche und die Wahl des Kopfkissens sollten nicht unterschätzt werden. Idealerweise steht eine Liegefläche von mindestens 90 cm Breite pro Person sowie ein je nach Schlafposition individuell höhenverstellbares Kissen zur Verfügung. Am besten schläft es sich mit einem natürlichen Schlafkonzept wie z. B. mit Vollholzmöbeln und Naturmaterialien. Störfaktoren im Schlafzimmer, wie Metall oder Elektrosmog, sollten in jedem Falle vermieden werden. Hier empfiehlt es sich immer, fachliche Beratung heranzuziehen

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.