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24. Jun 2026

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Gesundheit

Natürlich vital bleiben

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Natalia Blauth/unsplash+

Vitalität im Alter ist kein Zufall, sondern die Summe täglicher, achtsamer Routinen mit Unterstützung der Natur. Die besten Bausteine für ein aktives Leben im Alter.

Altern lässt sich nicht aufhalten, aber die Art und Weise, wie wir altern, liegt zu einem großen Teil in unserer Hand. Eine lange Healthspan voller Vitalität ist das Ergebnis vieler kleiner Veränderungen im Alltag. Mit zunehmender Lebenserfahrung kann Gesundheit bewusster gestaltet werden. Durch nachhaltige Routinen, eine ausgewogene Lebensweise sowie Unterstützung durch die Natur lässt sich Gesundheit und Lebensqualität erhalten.

Neben Bewegung und Schlaf liegt eine wirksame Stellschraube dafür auf dem Teller. Was wir essen, entscheidet maßgeblich darüber, wie fit wir uns fühlen. Eine Kost, die Entzündungen im Körper entgegenwirkt, ist wie ein Schutzschild gegen viele typische Altersbeschwerden. Frisches Gemüse, Obst und Nüsse stecken voller aktiver Pflanzenstoffe und Vitamine, die gestresste Zellen reparieren. Zusammen mit wichtigen Spurenelementen wie Zink und Selen sowie gesunden Omega-3-Fettsäuren aus hochwertigen Ölen oder Fisch bekommt der Körper genau die Bausteine, die er braucht, um Entzündungsprozesse im Keim zu ersticken.

Trotz bester Ernährung gehören Tabletten für die meisten älteren Menschen ab einem gewissen Punkt fest zum Alltag. Nicht selten müssen verschiedene Präparate gleichzeitig eingenommen werden – und mit jeder weiteren Pille wächst die Gefahr von Schwindel, Müdigkeit oder Magenproblemen, die den Alltag belasten. In vielen Fällen kann die sanfte Pflanzenheilkunde eine wunderbare und schonende Ergänzung zur klassischen Schulmedizin sein, um den Körper nicht noch mehr zu strapazieren.

„Neben Bewegung und Schlaf liegt eine wirksame Stellschraube für eine lange Healthspan auf dem Teller.“

Kamillentee beruhigt seit Generationen den nervösen Magen, während Salbei bei Halsschmerzen und lästigen Schweißausbrüchen hilft. Wer mit zwickenden Gelenken oder Rückenschmerzen kämpft, findet oft Linderung durch Weidenrinde oder Teufelskralle. Auch bei Schlafproblemen und innerer Unruhe muss es nicht gleich das schwere Schlafmittel sein – Lavendel, Baldrian und Passionsblume lassen das Nervensystem sanft zur Ruhe kommen. Eine mediterrane Heilpflanze, die viele Nordeuropäer eher nicht auf ihrem Schirm haben ist die Aloe Vera. Deren Gel kann nicht nur äußerlich zur feuchtigkeitsspendenden Hautpflege eingesetzt werden, sondern auch innerlich: Der natürliche Mix aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen mindert nicht nur oxidativen Stress auf zellulärer Ebene, sondern stärkt die Immunabwehr und die Magen-Darm-Gesundheit. Für die Unterstützung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Durchblutung ist Ginkgo seit Jahrzehnten eine der bekanntesten Heilpflanzen.

Am Ende nützt jedoch die beste Versorgung nichts, wenn die Seele dauerhaft unter Strom steht. Regelmäßige Pausen sind für den Körper das Signal, dass er sich entspannen darf. Ein täglicher Spaziergang im Grünen, kleine Atemübungen zwischendurch oder sanfte Bewegungen wie Tai-Chi senken den Stresspegel spürbar – und das ist am Ende vielleicht die beste Medizin für ein langes, gesundes Leben.

Fakten:

Die Heilpflanze Aloe Vera in vielen Kulturen als Symbol für Gesundheit, Schönheit und Unsterblichkeit. Studien weisen auf eine entzündungshemmende, antibakterielle, feuchtigkeitsspendende und regenerationsfördernde Wirkung des Aloe Vera-Gels hin.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.