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25. Jun 2026

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Personalplanung mit KI

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Presse, Privat

Ob Krankenhaus, Arztpraxis oder Pflegeeinrichtung: Eine verlässliche Versorgung setzt voraus, dass zur richtigen Zeit die richtigen Mitarbeitenden verfügbar sind.

Gleichzeitig erschweren Fachkräftemangel, steigende regulatorische Anforderungen und individuelle Arbeitszeitwünsche die Dienstplanung zunehmend. Digitale Lösungen und KI versprechen hier Entlastung, indem sie komplexe Planungsprozesse automatisieren und Personalressourcen effizienter einsetzen. Wie KI Dienstplanende entlastet, erklärt Planerio-CEO Dr. Stefan Klußmann.

Was hat Dienstplanung mit medizinischer Betreuung zu tun – und wie hilft KI? Klußmann: Viel: Suboptimale oder unbesetzte Schichten bedeuten fehlende Hände im OP, Sprechzimmer oder Wohnbereich. Werden in größeren Einheiten mehrere Tage pro Monat für die Dienstplanung benötigt, verbessert eine gute KI die Planungsdauer und -qualität deutlich. Moderne Planungssoftware verbindet zudem Dienstplanung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung in einem System – das spart Zeit und verhindert Fehler.

Welche Funktion übernimmt KI dabei? Die Automatisierung. Dienstplanung ist im Kern ein mathematisches Optimierungsproblem. Aus Bedarf und Angebot erstellt ein Algorithmus in Minuten einen Plan – unter Berücksichtigung harter Faktoren wie Arbeitszeiten, Qualifikationen und Verträgen sowie weicher Faktoren wie Dienstwünschen – und prüft ihn gegen weitere Vorgaben: Arbeitszeitgesetz, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Personalbemessung wie PPBV, PPR 2.0 oder PeBeM. Bei Krankmeldungen schlägt die KI direkt passenden Ersatz vor.

Was raten Sie Einrichtungen, die über den Umstieg auf eine KI-Dienstplanung nachdenken? Realistisch bleiben und genau hinschauen. In der Klinik ist es ein IT-Projekt, in der Arztpraxis geht es schneller. Mit KI wirbt mittlerweile fast jeder Anbieter, doch halten nicht alle die Versprechen. Faustregel: Je größer die Planungseinheit, desto höher der KI-Mehrwert. Wir haben Kunden, die nach Einführung unserer automatischen Planung von 90 % weniger Planungszeit berichten.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.