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24. Sep 2025

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Gesundheit

Pflanzenpower für den Rücken – mit Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Kirsten Nijhof, Louis Hansel/unsplash

Was Rückenschmerzen mit Ernährung zu tun haben und welche Pflanzen- und Mikronährstoffe besonders rückengesund sind, verrät Rückenexperte Prof. Grönemeyer.

D-Grönemeyer_Foto_Kirsten_Nijhof_online.jpg Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Mediziner, Rückenspezialist & Autor

Prof. Grönemeyer, was hat die Ernährung mit Rückenschmerzen zu tun? Mehr als man denkt. Rückenschmerzen sind häufig bedingt durch muskuläre, strukturelle oder entzündliche Prozesse – mit einer gesunden Ernährung lässt sich hier gegensteuern. Das Bindegewebe, aus dem Bänder und Sehnen bis hin zur Bandscheibe geformt sind und das auch Muskeln und Organe umhüllt, muss mit den richtigen Nährstoffen versorgt werden, um seine Elastizität zu bewahren.

Wodurch zeichnet sich eine rückengesunde Ernährung aus? Vor allem durch ihre Vielfalt: Vollwertiges Essen und Trinken umfasst eine abwechslungsreiche Auswahl sowie eine angemessene Menge und Kombination nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel. Insbesondere pflanzliche Lebensmittel haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Das hilft nebenbei auch beim Abnehmen – gut für Knochen, Gelenke und natürlich den Rücken. Backwaren, Brot, Kuchen, Limonaden, Cola, Eistees, Alkohol und rotes Fleisch besser meiden, um eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden.

Welche Pflanzenstoffe wirken besonders antientzündlich? Es gibt viele sekundäre Pflanzenstoffe, die in unserem Körper antientzündlich wirken. In der Regel sind es Substanzen, die für die Schärfe und Farbe von Pflanzen verantwortlich sind. Da nicht erkannte entzündliche Prozesse im Körper Auslöser von Schmerzen sein können – so auch im Rücken – ist es sinnvoll, den Speiseplan mit solch antientzündlich wirkenden Lebensmittel zu ergänzen. Buntes Obst und Gemüse wie etwa Karotten, Tomaten, Paprikaschoten oder Aprikosen haben antioxidative Power. Lauchpflanzen geben beim Zerkleinern schwefelhaltige Lauchöle frei, welche eine antibakterielle und blutverdünnende Wirkung haben und der Entstehung von Entzündungen vorbeugen bzw. diese zum Abklingen bringen können. Auch Ingwer punktet mit antientzündlichen und schmerzlindernden Inhaltsstoffen.

Welche Mineralstoffe und Vitamine unterstützen Muskulatur und Knochen? Kalzium, Magnesium, B-Vitamine und D-Vitamin unterstützen Muskeln und Knochen. Über eine ausgewogene Ernährung lassen sich Defizite vorbeugen. Getreideflocken, Nudeln, Reis, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten viele solcher Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Milch, Fisch und Co.: Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe wie Kalzium in Milch oder Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren in Seefisch. Wichtig: Bei Fisch auf anerkannt nachhaltige Herkunft achten. Wenn Nährstoff-Defizite etwa durch Krankheit oder aus anderen Ursachen bestehen, kann die Zufuhr von Mikronährstoffen (Vitamin C, D3, K2, Kalzium und Mangan) für die Unterstützung von Knochen, Muskeln und Bindegewebe sinnvoll sein. Auch gut fürs Kreuz: Pflanzenextrakte wie Weihrauch, Kurkuma, Brokkoli und der bereits erwähnte Ingwer. Strukturgebende Spezialstoffe wie Kollagenhydrolysat, Glucosamin, Chondroitinsulfat können auch hilfreich sein.

Fakten:

Seit Jahren setzt sich der emeritierte Lehrstuhlinhaber für Radiologie und Mikrotherapie für die Integration von Natur- und Schulmedizin ein. 1997 gründete er das Grönemeyer Institut für Mikrotherapie in Bochum, später in weiteren Städten. Grönemeyer ist Autor zahlreicher Bestseller. In seinem aktuellen Buch „Meine Formel für einen gesunden Rücken“ veranschaulicht er, wie sich Rückenschmerzen aktiv lindern und vorbeugen lassen.

25. Jun 2026

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Gesundheit

Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung –Ein Beitrag von Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed – Bundesverband Medizintechnologie

Denn moderne Medizintechnik liefert genau das, was eine smarte Gesundheitsversorgung braucht: Kontinuierlich verfügbare Daten, intelligente Vernetzung und KI-gestützte Lösungen, die neue Versorgungswege ermöglichen. Unser Problem in Deutschland ist: sektorale Strukturen, tradierte Vergütungssysteme und uneinheitliche Vorgaben bremsen die digitale Transformation bislang aus. Was muss getan werden? Wir müssen Daten besser verfügbar machen. Wir müssen internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden. Wir müssen digitale Versorgung besser etablieren. Wir müssen digitale Versorgungspfade umsetzen. Die Nutzung von Daten ist das Kernelement, das digitale Versorgung in allen Sektoren und Situationen kennzeichnet. Dabei kann die Nutzung der Daten sehr verschieden gestaltet sein. Beispiele sind: - die Steuerung von Patientenpfaden anhand von aktuellen Daten und Informationen aus der Patientenhistorie, - das permanente Monitoring des Gesundheitszustandes anhand von kontinuierlich erhobenen Daten aus Sensoren oder anderen Messgeräten, - das situationsbezogene Management anhand von Alarmen bzw. Meldungen, - die Nutzung von Daten für die Weiterentwicklung von Produkten und Services sowie für Training, Validierung und Einsatz von KI, - die Nutzung von Daten für Digital Twin-Ansätze oder - die Nutzung von Daten für Training, Schulung, Weiterbildung. Wichtig ist, dass die erforderlichen Daten in der Versorgung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind, ein nutzbares Format haben oder über eine Schnittstelle genutzt werden können und die Rahmenbedingungen für die Datennutzung klar sind. **Aus Sicht der MedTech-Branche fordern wir:** - In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können. - Für „Digital Twin-Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. - Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren. - Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten. - Unser Appell: Smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen. ## Zum Autor: Dr. Marc-Pierre Möll ist seit April 2019 Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. in Berlin sowie Geschäftsführer der BVMed-Akademie. Er ist zudem Mitglied des BVMed-Vorstands.